CSD in Hamburg: "Jetzt erst recht" - Tausende Menschen gehen für queere Rechte auf die Straße
Hamburg - Am Samstag gehen tausende Menschen in Hamburg auf die Straße. "Für Zusammenhalt, ein friedliches Miteinander und eine Zukunft, in der queere Menschen ohne Angst leben", fordert "Hamburg Pride". Erwartet werden laut dem Verein mehr als 250.000 Teilnehmende.
"Solidarisch queer. Haltung zeigen - für eine Zukunft ohne Angst!", lautet das diesjährige Motto des Christopher Street Days (CSD) in der Hansestadt.
Und wegen des Anschlags auf den CSD in Berlin vergangenes Wochenende ruft Hamburg Pride die ganze Stadt noch einmal mehr dazu auf, an der Demonstration teilzunehmen. "Jetzt erst recht", heißt es vonseiten des Vereins.
"Gerade jetzt müssen wir zusammenstehen und sichtbar bleiben. Wir lassen uns weder einschüchtern noch verdrängen oder zum Schweigen bringen. Unsere Antwort auf Hass ist Sichtbarkeit, Zusammenhalt und die Forderung nach einer Politik, die unseren Schutz endlich wirksam stärkt", teilten Christoph Kahrmann und Jenny Saitzek, Vorsitzende des Vereins, in einer Erklärung mit.
Wie Hamburg Pride gegenüber TAG24 angab, stellen sich die Wagen und Gruppen am Samstag gegen 11 Uhr am Sammelplatz an der Lübecker Straße auf. Dort werden letzte Vorbereitungen getroffen, bevor sich der Zug um 12 Uhr in Bewegung setzt.
Größte CSD-Demonstration aller Zeiten?
Die Demo führt rund vier Kilometer über Steindamm, Adenaueralle, Steinstraße, Mönckebergstraße und Glockengießerwall bis zur Lombardsbrücke durch die Hamburger Innenstadt.
120 Gruppen haben sich für die Teilnahme angemeldet, 80 davon seien Fußgruppen, schreibt Hamburg Pride. Das seien so viele wie nie zuvor, so der Verein.
Zahlreiche Prominente werden auch dabei sein. Darunter Arbeitsministerin Bärbel Bas (58, SPD) und die Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt Sophie Koch (33, SPD).
Auch Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (49, Grüne), Dragqueen Olivia Jones (56) und viele weitere Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft werden sich an der Demonstration beteiligen.
Titelfoto: Christian Charisius/dpa

