Festnahme in der Halbzeit! Amateurfußballer rennt Polizei in die Arme

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Hamburg - Krasser Fall im Hamburger Amateurfußball! Am vergangenen Wochenende ist ein Spieler in der Halbzeit der Bezirksliga-Partie zwischen dem DSC Hanseat und der dritten Mannschaft des HSV von der Polizei festgenommen worden.

Die Polizei hat einen Hamburger Amateurfußballer festgenommen.
Die Polizei hat einen Hamburger Amateurfußballer festgenommen.  © IMAGO / Hanno Bode

Bereits im Verlauf der ersten 45 Minuten soll die Polizei vorgefahren und sich direkt hinter die Auswechselbank des DSC Hanseat begeben haben, wie das Abendblatt berichtet. Nach dem Treffer zum 4:1 kurz vor der Halbzeit ging der betroffene Kicker direkt auf die Beamten zu und verließ gemeinsam mit ihnen unter Tränen die Anlage.

Der Vorwurf: Der Spieler soll in einem EU-Land wegen einer Sexualstraftat angeklagt worden sein. Diese soll nun allerdings in eine Haftstrafe ohne Bewährung umgewandelt worden sein.

Die Polizei gab allerdings an, dass dies nicht der Grund der Festnahme gewesen sei und sich die beschuldigte Person wieder auf freiem Fuß befinde.

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Vereinspräsident Ulrich Bunsmann erklärte dem Abendblatt: "Wir wussten, dass in einem EU-Land ein Verfahren gegen den Spieler wegen einer Sexualstraftat läuft. Er bestreitet, dass die Vorwürfe gegen ihn in dieser Form zutreffen."

Die beteiligten Seiten hätten sich mit ihren Anwälten beraten, der Vorstand habe schließlich beschlossen, dass der Spieler auflaufen darf bis das Rechtsverfahren abgeschlossen ist.

DSC Hanseat behält sich Konsequenzen vor

Die Polizei ließ den Spieler wieder laufen, der Verein behielt sich jedoch Konsequenzen vor.
Die Polizei ließ den Spieler wieder laufen, der Verein behielt sich jedoch Konsequenzen vor.  © IMAGO / Hanno Bode

"Sollte unser Spieler endgültig wegen einer begangenen Sexualstraftat rechtsstaatlich verurteilt werden, würden wir uns sofort von ihm trennen", behielt sich der Verein Konsequenzen vor.

Bunsmann bestätigte, dass der Verein erst einen Tag zuvor von der Umwandlung der Strafe erfahren habe. Der Betroffene kann allerdings innerhalb von 60 Tagen Berufung beim obersten Gericht einlegen.

Anschließend richtete DSC-Präsident einen Appell an die Öffentlichkeit: "Der DSC Hanseat tritt der Vorverurteilung seines Spielers entgegen und wartet die endgültige Entscheidung der rechtsstaatlichen Instanzen ab."

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Nach derzeitigem Stand könnte der betroffene Spieler am kommenden Wochenende wieder auf dem Platz stehen. Unklar, wie das Echo darauf ausfallen würde.

Titelfoto: IMAGO / Hanno Bode

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