Hantavirus: Betroffener aus Mittelsachsen in Quarantäne
Von André Jahnke
Freiberg - Unter den deutschen Passagieren, die nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" unter Beobachtung stehen, befindet sich auch eine Person aus Mittelsachsen. Als Schutzmaßnahme befindet sie sich sechs Wochen in häuslicher Quarantäne, wie das Landratsamt in Freiberg auf Anfrage mitteilte.
Das Gesundheitsamt steht demnach in regelmäßigem Kontakt mit der betroffenen Person, der es aktuell gut geht.
Weitere Angaben zu Geschlecht, Alter oder durchgeführten Untersuchungen oder Tests wurden mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte nicht gemacht.
Vier der vom Hantavirus-Ausbruch betroffenen deutschen Passagiere waren am Montag zunächst im Uniklinikum Frankfurt aufgenommen worden.
Anschließend wurden sie in die jeweiligen Bundesländer gebracht.
Bisher drei Passagiere der "Hondius" gestorben
Betroffen waren den Angaben zufolge Menschen aus Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Keine der vier Personen habe bisher Symptome, hieß es weiter.
Ein weiterer deutscher Passagier war nach Großbritannien geflogen worden, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Der Deutsche lebe dort.
Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit kann es bei diesem Erreger Experten zufolge bis zu 45 Tage dauern. Falls eine Person erkranken sollte, könne sie in speziellen Zentren nach besten medizinischen Standards und sicher behandelt werden, teilte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit.
Insgesamt starben bisher drei Passagiere der "Hondius", bei denen eine Infektion mit der Unterart Andesvirus nachgewiesen wurde oder vermutet wird.
Titelfoto: Bildmontage: Ubay Rodríguez/EUROPA PRESS/dpa, AP/dpa
