Hantavirus-Symptome nach Rückkehr in die Heimat: Paar in Klinik
Victoria (Kanada) - Obwohl die Passagiere der "MV Hondius" nach der Kreuzfahrt wieder zu Hause angekommen sind, ist das Thema Hantavirus noch nicht ausgestanden. Vier Reisende sind inzwischen nach Kanada zurückgekehrt. Einer von ihnen wurde jetzt positiv getestet.
Wie Dr. Bonnie Henry, Gesundheitsbeauftragte in British Columbia, auf einer Pressekonferenz erklärte, hatte die betreffende Person Symptome wie Kopfschmerzen und Fieber entwickelt.
Ein Test aufs Hantavirus brachte ein positives Ergebnis, das jedoch von einem Labor in Winnipeg noch bestätigt werden soll, schreibt The Guardian.
Sowohl die erkrankte Person als auch ihre symptomfreie Begleitung hätten sich daraufhin selbstständig in Isolation begeben, um das Virus nicht weiterzuverbreiten. Beide Personen - altersmäßig laut einem CBC-Bericht in den 70ern - befinden sich nun im Krankenhaus unter medizinischer Beobachtung.
Der Erkrankte soll jedoch vergleichsweise milde Symptome haben.
"Das ist eindeutig nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft hatten, aber es ist das Szenario, auf das wir uns vorbereitet haben", wird Henry von The Guardian zitiert.
Hantavirus: Das ergab die Sequenzierung der Viren
Zur kanadischen Reisegruppe gehörten noch zwei weitere Menschen. Zwar seien diese beiden Personen ebenfalls symptomfrei. Eine von ihnen, ebenfalls in den 70ern, wurde jedoch zur medizinischen Beobachtung ins Krankenhaus verlegt.
Die andere (zwischen 50 und 60 Jahren alt) befindet sich daheim in Isolation unter ärztlicher Aufsicht.
Unterdessen stellte das anerkannte Pariser "Institut Pasteur" fest, dass die bei Infizierten auf dem Schiff festgestellten Hantaviren den in Südamerika bereits zirkulierenden Andes-Viren stark ähneln würden.
Das bedeutet, dass wahrscheinlich keine neuen Eigenschaften zu erwarten seien, etwa dass das Virus leichter übertragbar oder gefährlicher als erwartet sei.
Vorsicht ist dennoch geboten! Drei Personen, die sich an Bord der MV Hondius befanden, darunter eine Deutsche, seien inzwischen an den Folgen einer Erkrankung gestorben.
Am Montag legte die MV Hondius in Rotterdam an, berichten Journalisten der Agentur AFP. Dort sollen die restlichen Besatzungsmitglieder an Land gehen dürfen und auch die Leichen von Bord gebracht werden.
Titelfoto: Bildmontage: AP/dpa,Europa Press Canarias/EUROPA PRESS/dpa
