Von Martina Herzog
Peine/Hessen - Hessen ist nicht mehr Teil der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll. Das teilte die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) im niedersächsischen Peine mit.
Auch Rheinland-Pfalz kommt unter anderem nicht mehr infrage. Das letzte Wort für die Auswahl des Standortes hat aber der Bundestag.
Auf der Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll haben die zuständigen Fachleute die deutsche Landesfläche auf weniger als fünf Prozent in anderen Bundesländern eingegrenzt. In diesen Gebieten hält die BGE die geologischen Bedingungen nach eigenen Angaben grundsätzlich für geeignet. Damit ist nun die gesamte Fläche Deutschlands in Bearbeitung.
Die Suche nach einem endgültigen Aufbewahrungsort für den deutschen Atommüll ist damit aber noch längst nicht vorbei. Bis Ende 2027 will die BGE dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Standortregionen für die oberirdische Erkundung vorschlagen.
Das BASE wiederum bewertet diese Vorschläge für das Bundesumweltministerium. Die finale Entscheidung über diese zu erkundenden Standortregionen trifft am Ende der Bundestag.
Bis spätestens 2050 soll ein Endlager gefunden sein
Bis spätestens 2050 soll ein Lager für rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Atommüll gefunden werden, der in mehr als 60 Jahren Atomkraft angefallen ist.
Der Standort soll Sicherheit für eine Million Jahre bieten. Derzeit lagert deutscher Atommüll in 16 oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern.
Im April 2023 gingen die letzten deutschen Atomkraftwerke außer Betrieb.