Hitzetote in Hessen: So hoch ist Ergebnis der jüngsten Berechnung

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Von Isabell Scheuplein

Wiesbaden/Berlin - In diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Hessen bereits etwa 2190 Menschen wegen Hitze gestorben.

Die Hitzewelle im Juni führte zu neuen Temperaturrekorden in Deutschland, oftmals auch jenseits der 40-Grad-Marke. (Symbolfoto)
Die Hitzewelle im Juni führte zu neuen Temperaturrekorden in Deutschland, oftmals auch jenseits der 40-Grad-Marke. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa

Die Zahl umfasst hitzebedingte Sterbefälle bis Mitte August, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht. Das sind deutlich mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016.

Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren hatte es bisher 2018 gegeben - damals waren es in Hessen im gesamten Jahr etwa 1160. Im laufenden Jahr kommen den Schätzungen zufolge im Bundesland 34,9 hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im vergangenen Jahr waren es 5,4.

Die Angaben, auch zu den vergangenen Jahren, variieren im Vergleich zu den RKI-Angaben im vorigen Wochenbericht.

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Laut einer Sprecherin liegt das daran, dass die Schätzungen jeden Monat neu berechnet werden - auch jene für die vergangenen Jahre. "Auch das Modell wird weiterentwickelt, daher kommen nicht zwingend die exakt gleichen Zahlen raus", erklärte sie.

Deutschlandweit in diesem Jahr schon rund 15.800 Hitzetote

Hitze und Dürre führten auch zu drastischem Niedrigwasser in vielen deutschen Flüssen: Das Foto zeigt das Bett des Rheins bei Düsseldorf am 11. August.
Hitze und Dürre führten auch zu drastischem Niedrigwasser in vielen deutschen Flüssen: Das Foto zeigt das Bett des Rheins bei Düsseldorf am 11. August.  © Federico Gambarini/dpa

Die Schätzung des RKI basiert unter anderem auf dem Monitoring der Sterbefall-Zahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes und reicht für das laufende Jahr bis zum 16. August.

Die Spanne der Schätzungen ist hoch: Je nach Berechnung kommen die Statistikerinnen und Statistiker des RKI für Hessen minimal auf 1780 oder maximal auf 2610 hitzebedingte Sterbefälle, die es bisher in diesem Jahr gab.

Hitzeperioden haben deutschlandweit in diesem Jahr nach Schätzungen des RKI zu rund 15.800 Sterbefällen geführt. Damit sind bisher in diesem Jahr auch bundesweit deutlich mehr Menschen infolge von Hitze gestorben als sonst in ganzen Jahren. Besonders betroffen sind ältere Menschen.

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Von den geschätzten 15.800 hitzebedingten Sterbefällen seien 9600 auf die besonders heiße 26. Kalenderwoche Ende Juni und etwa 4000 Sterbefälle auf die Hitze in den Wochen 31 bis 33 von Ende Juli bis Mitte August zurückzuführen, teilt das RKI mit.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

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