Knapp zwei Drittel aller Schulen in Hessen nutzen bereits diese KI

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Von Andrea Löbbecke

Wiesbaden - Auf in die Zukunft? Im aktuellen hessischen Schuljahr unterstützt erstmals der KI-Chatbot "telli" Lehrer- und Schülerschaft - und die Rückmeldungen aus den Schulen fallen laut Kultusministerium positiv aus.

An hessischen Schulen steht für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz unter anderem der KI-Chatbot "telli" zur Verfügung.
An hessischen Schulen steht für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz unter anderem der KI-Chatbot "telli" zur Verfügung.  © Michael Brandt/dpa

"Die KI-Anwendung kommt an und sorgt für einen innovativen Sprung an den Schulen", erklärte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage zu der Nutzung.

Zu den wichtigsten Funktionen gehört demnach der Assistent im Schulalltag, der Lehrkräfte etwa beim Erstellen von Vokabellisten, beim Formulieren von Elternbriefen oder Planen von Klassenfahrten unterstützt. Er ermöglicht zusätzlich Lernszenarien für den Einsatz mit Schülerinnen und Schülern. 

Auch bei der Korrektur von Klassenarbeiten kann "telli" unterstützen. Heißt: Aufgaben mit eindeutig auswertbaren Lösungen, etwa Multiple-Choice-, Zuordnungs- oder Lückentextaufgaben, können in der Regel bereits automatisiert bewertet werden.

Hessen kritisiert geplanten US-Truppenabzug: Das steckt dahinter
Hessen Hessen kritisiert geplanten US-Truppenabzug: Das steckt dahinter

Bei offenen Aufgaben erstellt die KI Vorschläge für Bewertung und Feedback. "Die abschließende Bewertung erfolgt stets durch die Lehrkraft", bekräftigte das Ministerium.

Basis der bisher durchaus positiven Bilanz sind dem Ministerium zufolge entsprechende Erfahrungen aus dem laufenden Schulalltag sowie begleitende Evaluationen. Aktuell nutzen 64 Prozent der hessischen Schulen "telli". Seit dem Start im Herbst 2025 werde der Chatbot kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig aktualisiert.

Gewerkschaft fordert Verbesserungen von "telli"

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Einführung von "telli" grundsätzlich. Insgesamt spiele er aber "eine nachgeordnete Rolle" an den Schulen, teilte der Landesvorsitzende Thilo Hartmann mit Blick auf die Nutzung des Chatbots mit. 

Beliebter seien den Angaben zufolge die allgemein zugänglichen Chatbots, die mehr Möglichkeiten böten und besser in die persönlichen Endgeräte integrierbar seien. "Wenn 'telli' sich zu einer echten Alternative entwickeln soll, müssen Rahmenbedingungen und Nutzungsumfang verbessert werden", forderte Hartmann dementsprechend.

Titelfoto: Michael Brandt/dpa

Mehr zum Thema Hessen: