Mitarbeiter mit Waffe bedroht und Supermarkt ausgeraubt, doch dann nimmt der Fall unerwartete Wendung

Von Paul Schiffgens

Grebenstein - Zwei Männer bedrohen angeblich den Mitarbeiter eines Supermarktes im nordhessischen Grebenstein (Landkreis Kassel) mit einer Pistole, schlagen ihm ins Gesicht und erbeuten Bargeld. Bei den Ermittlungen stellt sich aber heraus: Diesen Überfall hat es nie gegeben.

Der Mitarbeiter sagte der Polizei, dass er von zwei Tätern mit einer Pistole bedroht worden sei. (Symbolbild)  © Bild-Montage: 123rf/tronggnuyen, 123rf/lukas gojan

Wie die Polizei mitteilte, gaben die beiden beteiligten Männer inzwischen zu, dass es nie zu einem echten Überfall kam. Ein Mitarbeiter sowie sein Komplize hätten die Tat inszeniert.

Am Dienstag vergangene Woche war der Polizei ein angeblicher Raub gemeldet worden. Zwei Unbekannte sollen demnach einem Mitarbeiter ins Gesicht geschlagen und ihn bedroht haben.

Danach seien sie mit Bargeld geflüchtet, so der anfängliche Verdacht. Durch widersprüchliche Aussagen zweifelte die Polizei in der Folge daran, dass sich die Tat so zugetragen hatte. 

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Die Wohnungen von mehreren Tatverdächtigen seien daraufhin durchsucht und große Teile des erbeuteten Bargelds aufgefunden worden, heißt es.

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So identifizierte die Polizei neben einem Mitarbeiter einen weiteren Tatverdächtigen. Gegen die 20 und 22 Jahre alten Männer wird nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

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