Sie wollte abgeholt werden: Jugendliche (†14) hatte kurz vor Horror-Crash noch Kontakt mit ihrer Mutter
Nidda - Eines der beiden jugendlichen Opfer bei dem tödlichen Horror-Crash am vergangenen Mittwoch (19. August) im hessischen Nidda hatte kurz zuvor noch Kontakt mit seiner Mutter - und wäre um Haar nicht zu den anderen 14- und 15-Jährigen in das verunglückte Auto gestiegen.
Das sagte die Frau - Mutter der verstorbenen 14-Jährigen - gegenüber RTL. Ihre Tochter habe sie zuvor noch gebeten, von der Schule abgeholt zu werden. Sie habe sich daraufhin direkt auf den Weg gemacht, doch da war das Mädchen schon nicht mehr da.
Ein Blick auf ihr Handy, das den Standort der 14-Jährigen anzeigte, habe sie stutzig gemacht: Das Handy befand sich bei Ober-Lais - einem Stadtteil von Nidda - bewegte sich aber nicht mehr. Da habe sie sich große Sorgen gemacht: "Ich habe schon befürchtet, sie sei entführt worden, weil sich ihr Standort nicht mehr verändert hat", sagt sie.
Sie habe sich auf den Weg zum angezeigten Ort gemacht und dort dann die Tragödie in vollem Ausmaß erlebt: Überall Polizei, mehrere Rettungswagen und Hubschrauber und das vollkommen zerstörte Autowrack.
Unerlaubte Spritztour mit Papas Auto endete in der Katastrophe
Zunächst habe man sie nicht das Absperrband passieren lassen. "Ich bin durch die Hölle gegangen." Kurz darauf stellte sich dann heraus, dass ihre Tochter eines der beiden Todesopfer ist.
Im Nachhinein wünsche sie sich, dass Jugendliche ihr Handeln besser überdenken und sich auch überlegen, zu wem sie ins Auge steigen.
Im Falle des Unfalls von Nidda soll sich der 15-jährige Fahrer ohne große Erfahrung unerlaubt den Mazda seines Vaters genommen haben. Überfüllt - insgesamt acht Insassen saßen in dem Wagen - ging es dann auf die tödlich endende Spritztour.
Gegen 13.15 Uhr war der Wagen auf der L3138 nahe Ober-Lais aus noch ungeklärter Ursache im Einmündungsbereich zur K199 mit voller Wucht auf einen Lastwagen-Anhänger gekracht, der dort aufgrund von Markierungsarbeiten stand.
Der Fahrer und die 14-Jährige, die als Beifahrerin im Mazda saß, starben noch an der Unfallstelle, die anderen sechs Jugendlichen kamen teils schwer verletzt in Krankenhäuser.
Titelfoto: S. Weber/Fuldamedia/dpa
