Heute vor 8 Jahren, am 9. September 2018, verschwand Daniel Küblböck von einem Kreuzfahrtschiff. Sein Verschwinden löste eine groß angelegte Suche aus, doch der damals 33-jährige Sänger wurde nie gefunden. Erst Jahre später wurde der 9. September 2018 als sein Todeszeitpunkt festgelegt.
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Das Kreuzfahrtschiff AIDAluna war auf dem Weg von Hamburg nach New York. In den frühen Morgenstunden des 9. September befand sich das Schiff in der Labradorsee, rund 185 Kilometer nördlich von St. John's auf Neufundland (Nordamerika).
Dann wurde festgestellt, dass Daniel Küblböck nicht mehr an Bord war. Nach Angaben der Reederei bestand der Verdacht, dass eine Person über Bord gegangen war. Ein Kabinencheck bestätigte schließlich, dass es sich bei dem Vermissten um Küblböck handelte.
Für die Crew begann unmittelbar die Suche nach dem Sänger. Das Kreuzfahrtschiff kehrte zur vermuteten Stelle zurück. Gleichzeitig wurde die kanadische Küstenwache alarmiert.
Für die Rettungskräfte begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Mehrere Schiffe sowie Flugzeuge und ein Hubschrauber beteiligten sich an der Suche. Das Wasser war zu diesem Zeitpunkt etwa 10,5 Grad kalt.
Doch weder am 9. September noch am folgenden Tag wurde eine Spur des Sängers gefunden, sodass die kanadische Küstenwache die Suchaktion am 10. September 2018 schließlich einstellte. Als Grund wurden die sehr kurzen Überlebenschancen im kalten Wasser genannt.
Jahrelang verschollen - dann wurde Daniel Küblböck für tot erklärt
Mit dem Ende der Suche blieb eine entscheidende Frage offen: Was war mit Daniel Küblböck geschehen? Da sein Leichnam nicht gefunden wurde, blieb sein Schicksal zunächst ungeklärt. Damit galt Küblböck vorerst als vermisst beziehungsweise verschollen.
Nach den gesetzlichen Voraussetzungen konnte nach dem Verschwinden ein Verfahren nach dem Verschollenheitsgesetz eingeleitet werden. Im August 2020 wurde beim Amtsgericht Passau ein entsprechender Antrag auf Todeserklärung gestellt. Im Frühjahr 2021 wurde Küblböck schließlich offiziell für tot erklärt.
Das Gericht legte als Todeszeitpunkt jedoch nicht das Jahr 2021 fest, sondern den 9. September 2018. In Berichten zum Gerichtsbeschluss wird als genaue Uhrzeit 8.55 Uhr Ortszeit genannt.
Nach Küblböcks Verschwinden kursierten zahlreiche Theorien: War er absichtlich ins Wasser gesprungen, handelte es sich um einen Unfall oder hatte er sein Verschwinden womöglich inszeniert? Die Ermittlungen lieferten später wichtige Hinweise. Auf einer Überwachungskamera war laut Staatsanwaltschaft eine Person zu sehen, die zur fraglichen Zeit ins Wasser sprang. Hinweise auf Fremdeinwirkung gab es nicht. Dennoch blieb eine endgültige Gewissheit aus – Küblböcks Leichnam wurde nie gefunden.
Daniel Küblböck war durch die erste Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" bekannt geworden und hatte 2003 den dritten Platz erreicht. Der 9. September 2018 wurde zum letzten belegten Tag seines Lebens.