Oebisfelde - Im Landkreis Börde gab es in den vergangenen Wochen vermehrt Opfer von versuchten Erpressungen. Die Täter nutzen hierfür eine fiese Betrugsmasche.
In einem aktuellen Fall wurde einem 36-Jährigen aus Oebisfelde nach Angaben des Polizeireviers Börde eine E-Mail zugeschickt, in der er aufgefordert wurde, Bitcoins zu zahlen.
Sollte er die Zahlung nicht tätigen, drohten die unbekannten Täter damit, Videos des Opfers zu veröffentlichen, die ihn bloßstellen könnten.
"Dem Geschädigten wurde in der mehrseitigen E-Mail eine krankhafte Perversion unterstellt", erklärte eine Polizeisprecherin den Sachverhalt.
Zudem wurde behauptet, dass eine entsprechende Software zur Ausspähung auf seinem Gerät installiert worden sei.
Ähnliche Vorfälle mit identischem Erpresserschreiben ereigneten sich bei einer 85-Jährigen aus Burgstall und einem 57-Jährigen aus Osterweddingen.
In allen Fällen gingen die Geschädigten nicht auf die Forderungen der Täter ein und brachten die Vorfälle zur Anzeige, hieß es weiter.
Opfer werden wahllos angeschrieben
In den anonymen E-Mails sollen die Empfänger unter Druck gesetzt werden. Unter der Vorgabe, die Webcams gehackt und die Personen beim Pornokonsum gefilmt zu haben, sollen die wahllosen Opfer zur Überweisung von Bitcoins gezwungen werden.
Die Polizei rät in solchen Fällen:
- nicht auf die Zahlungsaufforderungen reagieren
- nicht auf die E-Mail antworten
- Passwörter ändern
- niemals mitgeschickte Dateianhänge öffnen
- Vorfall bei der Polizei anzeigen
Weitere Informationen findet Ihr unter: Erpressung - RATGEBER INTERNETKRIMINALITÄT