Mehr als 100 deutsche Firmen erpresst: Internationale Fahndung nach Cyber-Kriminellen

Berlin/Frankfurt am Main - Die berüchtigte Cyber-kriminelle Gruppe "Black Basta" ist ins Visier der internationalen Strafverfolgung geraten. Die Behörden fahnden nun öffentlich nach dem Drahtzieher.

BKA, Europol und Interpol sind auf der Jagd nach dem Cyber-Kriminellen Oleg Evgenievich Nefedov (35).
BKA, Europol und Interpol sind auf der Jagd nach dem Cyber-Kriminellen Oleg Evgenievich Nefedov (35).  © Bildmontage: --/Bundeskriminalamt

Zwischen März 2022 und Februar 2025 erpresste die Bande über 100 Unternehmen und Institutionen in Deutschland, indem sie Netzwerke infiltrierte, Daten stahl, Systeme verschlüsselte und Lösegelder in Kryptowährungen forderte.

In der Ukraine wurden jetzt die Wohnungen von zwei mutmaßlichen Mitgliedern durchsucht und Beweismittel sichergestellt.

An den Ermittlungen sind neben dem Bundeskriminalamt (BKA) und der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main auch Behörden aus den Niederlanden, der Schweiz, der Ukraine und dem Vereinigten Königreich beteiligt.

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Nach dem mutmaßlichen Anführer, den 35-jährigen Russen Oleg Evgenievich Nefedov, wird öffentlich gefahndet.

Er soll die Gruppe gegründet und geleitet haben, Angriffsziele bestimmt, Mitarbeiter rekrutiert und Lösegeldverhandlungen geführt haben. Unter den Pseudonymen "tramp", "tr", "gg", "kurva", "AA", "Washingt0n" und "S.Jimmi" habe er die Ransomware entwickelt und die Taterträge verwaltet.

Die Behörden bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe: Wer Hinweise zu Nefedovs Aufenthaltsort oder auf aktuelle Online-Präsenzen liefern kann, soll sich an das Bundeskriminalamt oder Europol wenden.

Titelfoto: Bildmontage: --/Bundeskriminalamt

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