Mehr als 40 Schläge mit Ästen: 17-Jähriger wegen brutalem Mord an Freundin vor Gericht

Von Marco Krefting & Stefanie Järkel

Mannheim - Das 19-jährige Opfer soll nicht mit einem Angriff gerechnet haben - es habe sich daher nicht wehren können: Auf Mord lautet die Anklage gegen einen 17-Jährigen, der im März seine Freundin in einem Wald bei Mannheim erschlagen haben soll. Nun beginnt der Prozess.

Die 19-Jährige wurde im Waldpark in Mannheim gefunden.  © Rene Priebe/dpa

Die gesamte Verhandlung einschließlich Anklageverlesung und Urteilsverkündung findet aufgrund des jugendlichen Alters des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wie das Landgericht Mannheim bereits mitgeteilt hatte.

Der Syrer soll laut Anklage vermutet haben, dass seine 19-jährige Freundin ihm untreu gewesen sei, und sich wegen verschiedener Äußerungen der jungen Frau in seiner Ehre verletzt gefühlt haben. Nachdem die 19-Jährige ihm demnach zum wiederholten Male mitgeteilt habe, dass sie sich von ihm trennen wolle, soll der Jugendliche Anfang März den Entschluss gefasst haben, seine Freundin zu töten.

Als die beiden in einem Wald bei Mannheim unterwegs waren, schlug er mutmaßlich mehr als ein Dutzend Mal mit seiner Faust in das Gesicht und auf den Kopf des Opfers.

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Als die 19-Jährige auf dem Boden gelegen habe, soll der 17-Jährige mit Aststücken mindestens 40-mal auf das Gesicht, den Kopf und den Hals der Frau eingeschlagen haben.

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Tatverdächtiger wurde am Tag des Leichenfundes festgenommen

Der junge Verdächtige (17) steht nun vor dem Landgericht Mannheim.  © Bernd Weißbrod/dpa

Sie sei an einem Ausfall der lebenswichtigen Steuerungszentren im Gehirn und durch Verbluten gestorben, hatte die Staatsanwaltschaft im August mitgeteilt.

Die beiden sollen seit März vergangenen Jahres eine Beziehung geführt haben. Diese sei im Frühjahr 2026 von gegenseitigem Misstrauen und Eifersucht geprägt gewesen, hieß es weiter. Nach früheren Angaben der Ermittler soll es immer wieder Konflikte gegeben haben. Der Tatverdächtige wurde am Tag des Leichenfundes festgenommen und kam in Untersuchungshaft.

Laut Gericht sind vorerst 13 Verhandlungstermine angesetzt. Ein Urteil könnte demnach am 22. Dezember verkündet werden. Dem Jugendlichen droht bei einer Verurteilung wegen Mordes eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

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