Domina soll Freier wegen Millionenerbe erschlagen haben! Wird ihr Haussklave zum Kronzeugen?
München - Eine Münchner Domina soll einen reichen Kunden aus Habgier ermordet haben. Sie stand offenbar als Alleinerbin im Testament – doch dann kam es zum Streit.
"Lady Susanna" muss sich nun vor dem Landgericht München verantworten. Laut Ermittlungsbehörde soll die 59-jährige Deutsche ihren langjährigen Kunden im Juni 2025 gezielt umgebracht haben.
Sie widersprach der Auslegung der Anklage. Der Mord-Prozess startete am Montag – wegen möglicher intimer Details – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Am Dienstag werden weitere Zeugen gehört.
Laut Informationen der "Bild" soll es sich bei dem Opfer um einen kinderlosen Banker handeln, der 20 Jahre lang pro regelmäßiger Domina-Session 300 Euro bezahlt habe.
Die Anklage geht von einem besonderen Vertrauensverhältnis vonseiten des Kunden aus, da der 62-Jährige keine weiteren festen sozialen Kontakte gehabt hätte.
Er habe sie 2021 testamentarisch als Alleinerbin festgelegt. Wenn er stirbt, bekommt sie ein Grundstück mit Einfamilienhaus, eine Wohnung, mindestens 1,5 Kilogramm Gold und mehr als 130.000 Euro Buchgeld.
Vor gut einem Jahr soll es zum Streit gekommen sein, bei dem der Banker gesagt haben soll, er würde sie aus dem Testament streichen. Zeuge des Vorfalls sei ihr Haussklave "Toyboy" gewesen. Er sollte laut "Bild" später vor der Polizei ausgesagt haben, dass ihm seine Herrin verboten habe, über den Zwischenfall zu sprechen.
Sex-Session nach Erb-Streit: Domina soll Stammkunden erschlagen haben
Nur kurz nach dem Streit, zwischen dem 17. und 18. Juni 2025, hätten "Lady Susanna" und der wohlhabende Kunde eine weitere "Session" im Zuhause des Mannes geplant.
Dabei soll er aus dem Keller zwei Bier geholt haben – offenbar geschah das bei den Treffen regelmäßig. Als er wieder nach oben kam – so der Vorwurf –, habe die 59-Jährige mit sechs bis zwölf Schlägen mit einem stumpfen Werkzeug auf seinen Kopf eingeschlagen.
Er starb an den Folgen des stumpfen Schädel-Hirn-Traumas und einer Schädelfraktur. In den folgenden Tagen soll sie ihn immer wieder angerufen haben, um – so die Anklage – vorzutäuschen, dass sie sich Sorgen um ihn mache.
Am 6. Juli sei sie dann zum Haus gefahren, habe Nachbarn gefragt, ob sie den 62-Jährigen gesehen hätten. Anschließend meldete sie ihn als vermisst. Kurze Zeit später entdeckten Polizisten seine Leiche im Haus. Doch die Ermittler vermuten, die Sexarbeiterin wollte durch ihr Verhalten "den Tatverdacht von sich ablenken".
In den kommenden Wochen sollen Polizisten, Leute aus ihrem privaten und beruflichen Umfeld sowie ihr Lebensgefährte als Zeugen aussagen. Es sind insgesamt 22 Verhandlungstage angesetzt.
Titelfoto: Montage: Sven Hoppe/dpa + Screenshot/Instagram/privat

