Frau und Kind mit Auto angefahren! Anklage fordert elf Jahre Gefängnis

Von Christine Pierach und Ute Wessels

Passau - Für den Angriff mit seinem Auto auf seine Ex-Partnerin soll ein Mann nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für elf Jahre ins Gefängnis.

Fünf Personen wurden bei dem Vorfall verletzt, darunter die Ehefrau und die Tochter des Fahrers. Die Polizei ging schon damals von einer Beziehungstat aus.  © Armin Weigel/dpa

Vor dem Landgericht Passau legte der Staatsanwalt dem Angeklagten zweifachen versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung sowie gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr zur Last.

Auch die gemeinsame Tochter sowie eine Freundin seiner Ex-Partnerin wurden bei dem Vorfall im Juni 2025 in der Innenstadt von Passau verletzt.

Der Verteidiger plädierte am Dienstag auf neun Jahre und fünf Monate Haft – wegen zweifacher fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

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Sollte das Gericht von einem Tötungsvorsatz ausgehen, plädierte der Anwalt auf versuchten Totschlag, nicht aber versuchten Mord. Sein Mandant habe angegeben, die Kontrolle über sein Auto verloren zu haben. 

Der Staatsanwalt hatte drei Mordmerkmale verwirklicht gesehen: Heimtücke, niedrige Beweggründe sowie gemeingefährliche Mittel – auch weil der Angeklagte mit dem Auto andere Personen in Gefahr brachte.

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Trennung als mutmaßliches Motiv

Motiv sei gewesen, dass der bei der Tat 48 Jahre alte Iraker die Trennung und die Übertragung des Sorgerechts für die Tochter auf seine Ex-Partnerin nicht akzeptieren wollte. 

Während die Tochter bei dem Vorfall leicht verletzt wurde, erlitten die Ex-Partnerin und die Freundin schwere Verletzungen und wurden in einem Krankenhaus behandelt.

Nachdem der Mann die Frauen angefahren hatte, war er laut Anklage aus dem Wagen ausgestiegen und hatte seine halb unter dem Auto liegende Ex-Partnerin geschlagen und getreten. Das Urteil soll am Mittwoch ab 10 Uhr verkündet werden.

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