Von Andreas Rabenstein
Berlin - Ein Berliner Polizist soll sich durch Fotos mit sexuellen Inhalten bestochen lassen haben. Die Generalstaatsanwaltschaft klagte den inzwischen 41-jährigen Polizeibeamten wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit in zwei Fällen vor dem Amtsgericht Tiergarten an, wie mitgeteilt wurde.
Der Polizist soll im Oktober 2024 einem inzwischen 25-jährigen Mann eine ausgefüllte Ordnungswidrigkeitenanzeige geschickt haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.
Der Mann wollte damit angeblich belegen, dass 700 Euro, die er sich geliehen und in einem Nachtclub ausgegeben hatte, von der Polizei beschlagnahmt worden seien. Im Gegenzug soll der Polizist von ihm Bilder mit sexuellem Inhalt verlangt haben, die der Mann zugesagt haben soll.
Im Februar 2025 soll der Polizist dem anderen Mann eine Abfrage im polizeilichen System zugesagt und erneut zwei erstellte Ordnungswidrigkeitenanzeigen im Gegenzug für Bilder mit sexualisiertem Inhalt übersandt haben.
Die Polizei entdeckte den Vorgang bei der Auswertung eines beschlagnahmten Handys. Der Polizist schweigt zu den Vorwürfen. Wegen der Vorwürfe darf er seinen Dienst nicht ausüben.