Liebes-Rivale niedergestochen: Prozess wegen versuchten Mordes beginnt

Berlin - Weil er aus Hass und Eifersucht den neuen Partner seiner Ex-Freundin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben soll, steht ein 38-Jähriger vor dem Berliner Landgericht.

Die Berliner Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Mord aus. (Archivbild)
Die Berliner Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Mord aus. (Archivbild)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Mord aus. Der Angeklagte hat zu Prozessbeginn am Montag einen Angriff auf den 36-jährigen Rivalen zugegeben, eine Tötungsabsicht allerdings zurückgewiesen. Er habe den Mann lediglich verletzen wollen, erklärte der 38-Jährige.

Der Angeklagte mit dominikanischer Staatsbürgerschaft soll bei dem Geschehen im Juni 2022 in Berlin-Charlottenburg mit einem Messer und einem Ast gewaffnet gewesen sein. Als der Attackierte weglaufen wollte, sei er dem Mann gefolgt und habe ihn durch mehrere Stiche lebensgefährlich verletzt, heißt es in der Anklage. Heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen habe der Angeklagte gehandelt.

Der 38-Jährige erklärte weiter, er kenne den 36-Jährigen seit einigen Jahren. Als der Landsmann nach einem Ehestreit keine Bleibe hatte, habe er dem Bekannten seine Wohnung zur Verfügung gestellt. "Hinter meinem Rücken ist er mit meiner Freundin zusammengekommen", so der Angeklagte. Er habe sich verraten gefühlt.

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Der Vorwurf der Anklage, er habe sich in einer Grünanlage versteckt und auf den Rivalen gewartet, treffe nicht zu, hieß es weiter in der Erklärung des Angeklagten.

"Ich rannte los, um ihn zur Rede zu stellen"

Er habe sich vielmehr in der Wohnung eines weiteren Bekannten aufgehalten, als er vom Fenster aus seine ehemalige Freundin in Begleitung des 36-Jährigen gesehen habe. "Ich rannte los, um ihn zur Rede zu stellen", so der Angeklagte.

Er habe zuvor Alkohol konsumiert. Der Prozess geht am 9. Februar weiter.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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