Nach Brandanschlag auf Kältebus: Urteil gegen 42-Jährigen gefällt
Berlin - Nach dem Brandanschlag auf einen Kältebus der Berliner Stadtmission im Januar dieses Jahres wird der Beschuldigte (42) in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Das hat das Landgericht am Donnerstag entschieden.
Der 42-Jährige hatte am 1. Januar einen Kältebus auf einem Parkplatz in Berlin-Mitte in Brand gesetzt. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 70.000 Euro geschätzt.
Der Beschuldigte hatte die Tat bereits zu Beginn des Prozesses umfassend gestanden. Zu einer klassischen Verurteilung kommt es dennoch nicht.
Nach Einschätzung des Gerichts war der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt aufgrund einer akuten psychotischen Erkrankung nicht schuldfähig.
Ein psychiatrischer Sachverständiger hatte während des Prozesses ein entsprechendes Gutachten vorgelegt. Darin hieß es auch: Wegen der schweren Erkrankung des 42-Jährigen seien "weitere erhebliche rechtswidrige Taten" zu erwarten.
Der Mann bleibt zunächst im Krankenhaus des Maßregelvollzugs. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann mit dem Rechtsmittel der Revision angefochten werden.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa
