Wegen Pro-Israel-Beiträgen? Schauspielerin verliert Gerichtsstreit um Filmrolle

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Berlin - Im Rechtsstreit um ein Filmprojekt muss Schauspielerin Sarah Maria Sander (31) einen Rückschlag hinnehmen. Das Kammergericht Berlin hob eine zuvor erwirkte Entscheidung auf und wies weitere Anträge der Aktivistin ab.

Schauspielerin Sarah Maria Sander (31) ist auch als Journalistin aktiv und berichtet auf ihrem Instagram-Kanal über politische Ereignisse rund um den Israel-Palästina-Konflikt.
Schauspielerin Sarah Maria Sander (31) ist auch als Journalistin aktiv und berichtet auf ihrem Instagram-Kanal über politische Ereignisse rund um den Israel-Palästina-Konflikt.  © Screenshot/instagram/sarahmariasander

Im Kern geht es um den Film "Die Todessucht der Maria Ohm", an dessen Drehbuch Sander selbst mitgeschrieben hatte. Laut Vertrag sollte sie eigentlich auch die Hauptrolle übernehmen. Doch die Produktionsfirma besetzte die Rolle später neu – und änderte zusätzlich eine zentrale Figur im Drehbuch.

Während das Landgericht Berlin zunächst Teile von Sanders Antrag unterstützte, schmetterte das Kammergericht diese Entscheidung nun wieder ab. Die Richter sahen die Änderungen am Drehbuch als zulässig an. Auch Sanders Versuch, die gesamte Verfilmung zu stoppen, scheiterte – unter anderem aus formalen Gründen.

Für die Schauspielerin ist der Streit damit aber noch lange nicht beendet. Nach der ersten Verhandlung hatte sie sich kämpferisch gezeigt. "Der Versuch, mich zum Schweigen zu bringen, ist gescheitert", erklärte sie. Sie sprach von einem "Maulkorb", den ihr die Produktionsfirma auferlegen wolle.

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Sander wirft ihrem ehemaligen Co-Autor vor, ihre politischen Äußerungen hätten zur Umbesetzung geführt. Sie selbst sieht sich im Recht und betont: "Ich sage die Wahrheit." Auf Instagram berichtet Sander über antisemitische Vorfälle und Ereignisse rund um den Israel-Palästina-Konflikt.

Auf Kundgebungen und Demonstrationen spricht sie über iranisch-jüdische Freundschaft.
Auf Kundgebungen und Demonstrationen spricht sie über iranisch-jüdische Freundschaft.  © Screenshot/instagram/sarahmariasander

Das Gerichtsurteil ist zwar ein Rückschlag – doch der Konflikt zwischen Schauspielerin und Produktionsfirma dürfte damit noch nicht endgültig entschieden sein.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/instagram/sarahmariasander

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