Chemnitz - Eine Opernsängerin wehrte sich vor einem Jahr vehement gegen die Fällung eines Baumes in der Further Straße in Chemnitz. Dabei leistete sie derart heftigen Widerstand, dass sie sich vor dem Chemnitzer Amtsgericht verantworten musste. Am Donnerstag fiel das Urteil - die rabiate Naturschützerin kam glimpflich davon.
Die Frau war angeklagt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung. So stellte sie sich am 9. September zwischen einen Teleskoplader und den 100-jährigen Ahorn-Baum.
Als sie von den Beamten weggetragen wurde, biss die Angeklagte einem Beamten in den Unterarm, bis er blutete.
Am Ende des Prozesses kam die Baum-Beschützerin gut weg: Sie wurde wegen Körperverletzung lediglich verwarnt.
Falls sie sich künftig etwas zuschulden kommen lassen sollte, muss sie 2400 Euro blechen. Davon abgesehen muss die Frau als Geldauflage 1500 Euro an einen Verein zahlen, der Polizisten unterstützt.