Chemnitz - In geistiger Umnachtung zündete Eberhard M. (60) seine Wohnung an, während sich noch andere Leute in dem Chemnitzer Mehrfamilienhaus aufhielten. Deshalb läuft nun ein Sicherungsverfahren gegen den Mann. Dabei geht es um die Frage: Bleibt er dauerhaft in der Psychiatrie?
Die Tat geschah am 28. März in einem Hochhaus in der Bruno-Granz-Straße: Dort zündete Eberhard M. laut Staatsanwaltschaft am Mittag Papier, Kleidung und Kunststoff auf dem Wohnzimmertisch an und verließ die Wohnung. Dann kehrte er am Nachmittag wieder zurück, legte dort unter anderem den Wasserkocher und Toaster auf den Herd - und schaltete ihn an.
Die Wohnung wurde dadurch unbewohnbar, der Schaden beträgt 20.000 Euro.
Laut Staatsanwaltschaft war Zündler Eberhard während der Brandstiftung schuldunfähig.
"Der Beschuldigte leidet an einer schweren manischen Episode mit psychotischen Symptomen", so die Staatsanwaltschaft. Dies bestätigen auch Zeugenaussagen der Polizei, als der gelernte Maurer zu den Beamten sagte, er sei vom Kampfmittelbeseitigungsdienst und würde alles in die Luft jagen wollen.
Aktuell befindet sich Eberhard in einem psychiatrischen Krankenhaus in Leipzig. Er selbst habe keine Erinnerung an die Tat. "Ihm tut das alles leid", so Verteidigerin Kerstin Börner. Für das Verfahren sind noch drei Verhandlungstage angesetzt. Am Dienstag geht es weiter.