Er kann es nicht lassen: Bleibt dieser Kinderschänder für immer im Knast?

Waldheim/Chemnitz - Intensivtäter Jan P. (45) verging sich immer wieder an Kindern. Das letzte Mal war er im September 2024 aktiv. Sein Opfer: ein sechsjähriger Junge. Dafür saß er abermals vor dem Chemnitzer Landgericht. Jan wurde nun zu einer weiteren Haftstrafe verdonnert und könnte für immer hinter Gittern bleiben.

Intensivtäter Jan P. (45) könnte für immer hinter Gittern bleiben.  © Chempic

Das Urteil ist eindeutig: "Der Angeklagte ist schuldig des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in vier Fällen jeweils in Tateinheit mit Herstellen kinderpornografischer Inhalte", so Gerichtssprecherin Marika Lang (61). Jan P. missbrauchte sein Opfer in seiner Waldheimer Wohnung und fertigte Fotos von seinen Gräueltaten.

Der Missbrauch war kein Einzelfall, denn wegen einschlägiger Delikte saß Jan bereits einige Jahre in Haft. Die Tatsache, dass er während seiner Taten unter dem Einfluss von Crystal Meth stand, ließ das Gericht unter dem Vorsitz von Annegret Schubert (49) für eine Abmilderung seines Urteils nicht gelten. Es verurteilte den Einzelhandelskaufmann zu fünf Jahren und drei Monaten Haft.

Die Kammer ging bei dem Strafmaß allerdings noch weiter: Es ordnete für den Kinderschänder Sicherungsverwahrung an.

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Jan P. sitzt aktuell in der JVA Leipzig.  © Ralf Seegers
Die letzten Missbrauchstaten beging der Kinderschänder in seiner Wohnung in Waldheim.  © Ralph Kunz

Diese Maßnahme ist für Täter vorgesehen, die als besonders gefährlich für die Allgemeinheit gelten. Die Unterbringung gilt für unbestimmte Zeit - möglicherweise lebenslang.

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