Er stand Schmiere in der Chemnitzer Innenstadt: Komplize von Räuberbande abgetaucht

Chemnitz - Es war ein Überfall am helllichten Tag. Ein Juwelier wurde im März 2025 in der Chemnitzer Börnichsgasse ausgeraubt. Während das Trio entkommen konnte, musste sich Serhii K. (56) vor Gericht verantworten - der Ukrainer stand Schmiere. Am Dienstag sollte die Berufungsverhandlung gegen ihn stattfinden. Doch Serhii K. tauchte unter.

In der ersten Instanz kam Serhii K. (56) noch in Handschellen - und verließ das Gericht als freier Mann.  © Harry Härtel/Haertelpress

In der ersten Instanz kam der Angeklagte um Haaresbreite um den Knast herum, wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Am Dienstag ging es vor dem Landgericht in die zweite Instanz.

Serhii Ks. Verteidiger ging in Berufung, da sein Mandant nicht als Mittäter zu verurteilen sei, sondern nur als Gehilfe.

Auch die Staatsanwaltschaft lässt das Urteil des Amtsgerichts nicht auf sich sitzen und fordert eine härtere Strafe, da sie nicht nur von Raub, sondern von schwerem Raub ausgeht.

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Doch bei der Verhandlung am Dienstag fehlte vom Angeklagten jede Spur.

Laut Gericht ist er untergetaucht. So habe sein Anwalt keinen Kontakt zum Juwelier-Räuber.

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Der Juwelier-Überfall geschah am 18. März 2025.  © Harry Härtel/Haertelpress

Auch das Gericht erreichte Serhii nicht über seine gemeldete Wohnadresse. Ob gegen den untergetauchten Mann ein Haftbefehl ausgestellt wird, muss noch entschieden werden.

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