Er war für die Sicherheit zuständig: Mitarbeiter räumt siebenmal Rewe-Tresor leer

Chemnitz - Sein Job war es, Ladendiebe zu überführen, bis Loki G. (24) selber zum Langfinger wurde. Siebenmal klaute der Security-Mitarbeiter Geld aus dem Tresor eines Supermarktes. Dafür musste er sich am Montag vor dem Amtsgericht Chemnitz verantworten.

Loki G. (24) am Montag vor dem Chemnitzer Amtsgericht.  © Harry Härtel/Haertelpress

Vor Gericht trat Loki ohne Verteidiger auf und räumte die Anklagepunkte gleich zu Beginn ein: "Ich gebe zu, was ich da gemacht habe", erklärte der Chemnitzer. Insgesamt siebenmal bediente er sich an dem Tresor in der Chemnitzer Rewe-Filiale. Fast jedes Mal ließ er dabei 700 Euro mitgehen - der Stehlschaden insgesamt beläuft sich auf 4960 Euro.

Dabei benötigte Loki kein Brecheisen, oder – wie bei Egon Olsen – ein Stethoskop: "Ich hatte drei- bis viermal mehr hingeguckt, wenn die PIN eingegeben wurde – die PIN selber hatte sechs Ziffern", gab der Langfinger an. Überführt wurde der Ladendetektiv unter anderem dank Kameras.

Geklaut hat er die knapp 5000 Euro angeblich, um seine Schulden abzubezahlen, die sich auf mittlerweile 32.000 Euro belaufen.

Anzeige

Geld bereits zurückgezahlt

Der 24-Jährige bediente sich im Tresor eines Chemnitzer Supermarktes.  © Harry Härtel/Haertelpress

Den Job bei der Security-Firma ist er nun los, die gestohlene Summe hat Loki bereits zurückgezahlt. Allerdings hat der Chemnitzer bereits sechs Vorstrafen, wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung.

Richterin Alessandra Sacher (38) verurteilte Loki schließlich wegen schweren Diebstahls zu zehn Monaten auf Bewährung, zudem muss er 500 Euro an die Tafel Chemnitz zahlen.

Für die Bewährung sprach, dass Loki geständig war und im September eine Ausbildung anfängt. Sacher ermahnte ihn jedoch: "Sollte es nochmmal zu Straftaten kommen, wird es nicht mehr so glimpflich ausfallen."

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Chemnitz: