Missglückter Restposten-Kauf endet vor Gericht: Waschmaschine her oder ich hole meinen Kampfhund!
Chemnitz - Weil er dringend eine Waschmaschine brauchte, beim Repo-Markt an der Chemnitzer Ermafa-Passage aber kurz vor Ladenschluss abgewiesen wurde, kam Marcel T. (45) mit seinem Labrador wieder und schüchterte den Verkäufer ein. Vor Gericht ging die Sache für ihn glimpflich aus.
Weil ein paar Tage vorher seine Waschmaschine kaputtging, tauchte Bürgergeld-Empfänger Marcel am 9. April in dem Restposten-Markt auf, um eine neue zu bekommen.
Weil es allerdings nur wenige Minuten vor Feierabend war, wurde der zehnfache Vater abgewiesen. Daraufhin verlor der vielfach Vorbestrafte die Fassung.
Marcel wollte von dem Verkäufer ein Foto machen, um sich bei dessen Vorgesetzten zu beschweren. Laut Anklage drohte er dem Angestellten, er warte nach Feierabend draußen auf ihn und habe einen Kampfhund dabei.
Mit dem Vierbeiner tauchte er dann im Laden auf. Allerdings blieb es nur noch bei bösen Blicken - der gebürtige Vogtländer und sein Labrador zogen wieder ab.
Marcel T. verbrachte bereits mehrere Jahre im Knast
"Ich tue manchmal überreagieren in solchen Situationen", erzählte der in Therapie befindliche Marcel, der bereits mehrere Jahre im Knast verbrachte. Zudem entschuldigte er sich am Donnerstag vor dem Chemnitzer Amtsgericht bei seinem Opfer.
Schlussendlich wurde der gelernte Gartenbaufachwerker wegen Bedrohung zu 1350 Euro Geldstrafe verdonnert. Die Waschmaschine bekam er übrigens nicht mehr.
Titelfoto: Bildmontage: Sven Gleisberg, Harry Härtel/haertelpress
