Rentner (†71) mit Klodeckel erschlagen: Prozess gegen Sohn beginnt

Chemnitz/Großweitzschen - Ein Horror-Fund erschütterte Großweitzschen im Sommer 2025: Ein älterer Mann (†71) wurde tot in seiner Wohnung gefunden. Sein eigener Sohn (46) steht nun ab Montag als mutmaßlicher Täter vor Gericht.

Bereits kurz nach der Tat wurde der Sohn des Opfers einem Haftrichter vorgeführt.
Bereits kurz nach der Tat wurde der Sohn des Opfers einem Haftrichter vorgeführt.  © Haertelpress

Was war geschehen? Eine Frau hatte sich im Juli 2025 bei der Polizei gemeldet, da sie ihren 71-jährigen Verwandten trotz mehrfacher Anrufe nicht erreichen konnte. Die Beamten begaben sich daraufhin zu seiner Adresse.

In der Wohnung des Rentners an der Hauptstraße im Ortsteil Hochweitzschen bot sich ihnen ein schreckliches Bild: Der 71-Jährige wurde leblos aufgefunden - Gewaltspuren zeugten von einem Verbrechen. Kurz darauf klickten bei Pierre Martin B. die Handschellen.

Dieser ist jetzt wegen Totschlags angeklagt. Er soll zwischen dem 14. und 15. Juli 2025 auf seinen eigenen Vater eingeschlagen haben. Dazu habe er laut Staatsanwaltschaft diverse Gegenstände genutzt, darunter eine Pfanne und einen Klodeckel. Die Verletzungen waren so schwer, dass das Opfer verstarb.

Zur Spurensicherung wurde der Tatort versiegelt.
Zur Spurensicherung wurde der Tatort versiegelt.  © Sven Gleisberg
In diesem Wohnhaus ereignete sich vergangenen Juli die unfassbare Tat.
In diesem Wohnhaus ereignete sich vergangenen Juli die unfassbare Tat.  © EHL Media/Dietmar Thomas

Der Prozess, der am Montag am Chemnitzer Landgericht startet, soll jetzt klären, was genau an jenem verhängnisvollen Tag geschah. Zudem ist noch fraglich, ob der Angeklagte schuldfähig ist, da er offenbar unter einer Psychose leidet.

Titelfoto: Bildmontage: EHL Media/Dietmar Thomas, haertelpress

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