Chemnitz - Beim zweiten Verhandlungstag am Chemnitzer Landgericht um die getötete Mutter (†38) von vier Kindern sagte am Dienstag eine Mitarbeiterin der Jugendhilfe aus. Sie berichtet von einer Frau, die eigenständig leben wollte - und einem Ehemann, der ihr das Leben zu Hölle machte und sie schlussendlich getötet haben soll.
Masoma kam 2015 mit ihrer Familie nach Deutschland, um ein besseres Leben zu haben. "Sie hat den Krieg aus ihrem Land mit in den eigenen Haushalt genommen", so die Mitarbeiterin der Jugendhilfe bei ihrer Zeugenaussage.
Bereits 2022 soll die im September 2025 getötete Masoma geäußert haben, dass sie die gemeinsame Wohnung verlassen möchte, weil sie vor ihrem Mann Allahmir R. (39) Angst habe.
So soll Allahmir sie unter anderem an einen Stuhl gefesselt und geschlagen haben. Deswegen saß der Mann 2024 auch vor dem Chemnitzer Amtsgericht - wurde jedoch freigesprochen, da die Mutter nicht aussagen wollte.
Schockierend: Zur Mitarbeiterin soll Masoma gesagt haben: "Er macht mich irgendwann tot." Daneben hatte sich die Frau liebevoll um ihre vier Kinder gekümmert, hatte erfolgreich einen Sprachkurs sowie die theoretische Fahrschulprüfung absolviert.
Zwischenzeitlich floh sie mit ihrer Tochter nach Berlin, kam jedoch der anderen Kinder wegen nach Chemnitz zurück. Aus Kapazitätsgründen fanden sie und ihre Kinder im Frauenhaus keinen Platz.
Der Totschlag-Prozess wird am 5. Mai fortgesetzt.