Weil er die Trennung nicht akzeptierte: Stalker terrorisiert Ex per GPS

Chemnitz - Als seine Partnerin (45) sich von ihm trennte, bombardierte Marcel A. (46) sie mit SMS, E-Mails und Geschenken. Diese Obsession ging so weit, dass er den Firmenwagen der Frau mit GPS-Trackern versah, um ihre Routen zu verfolgen. Dafür landete der Stalker am Montag vor dem Amtsgericht Chemnitz.

Stalker Marcel A. (46) saß am Montag vor dem Amtsgericht.
Stalker Marcel A. (46) saß am Montag vor dem Amtsgericht.  © Chempic

"Ich habe meinen eigenen Kopf. Und der sagt: 'Ich liebe dich'." Dieser Auszug aus einem Brief von Marcel A. an seine Ex-Partnerin verdeutlicht, dass er völlig ignorierte, dass sie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte.

Ab Dezember 2023 bis Januar 2024 terrorisierte der gelernte Rettungssanitäter sein Opfer mit SMS und E-Mails. Doch damit nicht genug: "Außerdem schickte er diverse Geschenke und platzierte einen GPS-Tracker an dem Firmenwagen der Geschädigten", so das Chemnitzer Amtsgericht.

Vor Gericht gab Marcel A. die ihm zur Last gelegten Taten zu. Das Anbringen von GPS-Trackern begründete der Stalker damit, dass er sich Sorgen machte.

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Spätestens hier wurde Richterin Jaqueline Neubert-Rockel (60) deutlich: "Da sind Sie einfach zu weit gegangen", sagte die Juristin zu dem mittlerweile reumütigen Angeklagten.

Letztlich wurde der gegen Marcel A. ergangene Strafbefehl in Höhe von 1200 Euro wirksam. Sein Opfer leidet seitdem unter Verfolgungswahn.

Titelfoto: Chempic

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