"Adlersson" hatte den Kanal voll! Influencer Max siegt gegen YouTube

Dresden - Sieg für Dresdens bekanntesten YouTuber Max Herzberg (24). Der als "Adlersson" bekannte, aber auch zuweilen umstrittene Influencer erwirkte vorm Oberlandesgericht (OLG), dass sein Video-Kanal freigeschaltet bleibt.

Max "Adlersson" Herzberg (24) setzte sich am OLG in Dresden gegen YouTube durch.
Max "Adlersson" Herzberg (24) setzte sich am OLG in Dresden gegen YouTube durch.  © Ove Landgraf

Über 656.000 Abonnenten "versorgte" Max über die Plattform. Doch im März 2020 war plötzlich Schluss.

Ein sogenannter "Trusted Flagger" (glaubwürdiger Informant) hatte dem Internet-Riesen gemeldet, dass Max jugendgefährdende Inhalte verbreiten würde. Prompt wurde der Kanal gesperrt.

Für den YouTuber, der an den Werbeeinnahmen verdient, ein herber Schlag.

Er zog vor Gericht, forderte per einstweiliger Verfügung die Entsperrung. Schon das Landgericht Dresden gab ihm recht.

Aber YouTube dagegen zog vors Oberlandesgericht. Doch auch beim dortigen Senat hatte die Plattform schlechte Karten. Die AGBs seien "zu ungenau gehalten".

Zwar argumentierte YouTube, dass allein in den letzten drei Monaten zwei Millionen Kanäle gesperrt wurden, da könnte man kaum Einzelfälle prüfen.

YouTube macht jährlich mehrere Milliarden Euro Umsatz. Influencer Max aus Dresden kämpfte nun erfolgreich gegen den Riesen.
YouTube macht jährlich mehrere Milliarden Euro Umsatz. Influencer Max aus Dresden kämpfte nun erfolgreich gegen den Riesen.  © imago images/Future Image

"Doch", konterte die Richterin, "je größer sie werden, desto größer ist die Pflicht dazu." So zog YouTube den Einspruch zurück und Max' Kanal bleibt freigeschaltet.

Titelfoto: Ove Landgraf

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