Frauen verprügelt: Haft für brutalen OP-Helfer!
Dresden - Er würgte seine Opfer bis zur Bewusstlosigkeit, schlug und bedrohte seine jeweilige Lebensgefährtin massiv. Als eine Frau (25) eine blutende Verletzung erlitt, nähte der OP-Helfer die verängstigte Schwangere zu Hause selbst. Nun wurde Alexander M. (31) im Amtsgericht Dresden verurteilt.
Wie berichtet, räumte der Angeklagte "Vorfälle" ein, relativierte seine Taten aber. Mal agierte er angeblich aus Panik, mal unterstellte er den Opfern "Rachsucht". Das Würgen bezeichnete er als "Aggressionsabbau".
Im Prozess forderte die Anwältin eines Opfers, den Fall zum Landgericht zu geben, weil dort über eine eventuelle Sicherungsverwahrung entschieden werden könnte.
Tatsächlich nannte der Gutachter Alexander einen "Hochrisikofall". Eine Polizistin sprach von massiver "häuslicher Gewalt".
Den Antrag lehnte die Amtsrichterin aber ab: Alexander war nicht vorbestraft, teilgeständig und sicherte einem Opfer 8600 Euro Schmerzensgeld zu. Die Frau, die der OP-Helfer nähte, lehnte jedoch Schmerzensgeld ab. Sie wolle nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Für alle bisherigen Taten kassierte nun Alexander zwei Jahre und drei Monate Haft und die dringende Mahnung, sich therapieren zu lassen.
Titelfoto: Peter Schulze
