Dresden - Erst ließ man sie laufen, nun landen sie vorm Landgericht: Ismail Alhaj H. und Majd A. (beide 21) werden nun endlich angeklagt. Die beiden Syrer sollen für den Angriff auf John Rudat (21), den Helden der Linie 7, verantwortlich sein. Wie TAG24 herausfand, beschützte John nicht einfach irgendwen.
Johns Akt der Zivilcourage war weltweit wohl die größte Dresdner Nachricht 2025: Ende August war er mit zwei Freunden auf dem Weg in eine Disko, als er am Albertplatz in die "7" stieg.
"In der Bahn hat der Typ das Mädchen belästigt, angefasst, sie lautstark angemacht", erzählte er TAG24 tagsdrauf beim Krankenbesuch. Der ausgebildete Rettungssanitäter ging dazwischen, prügelte sich mit Majd in der Bahn.
Plötzlich, so John, stand er neben Ismail - und der zog ihm ein Messer dreimal durchs Gesicht. Seine Nase wurde dabei beinahe abgetrennt, ein paar Milimeter tiefer und John hätte ein Auge verloren.
Völlig irre: Offenbar beschützte John ausgerechnet Majds Freundin vor ihrem rabiaten Freund.
Prozess vor Jugendkammer eröffnet
Nach TAG24-Informationen stiegen Majd und die Noch-Unbekannte bereits streitend in die Bahn, woraufhin der tapfere Ami das Pärchen ein erstes Mal ansprach. Als Majd mit der Faust auf den Oberkörper der Frau schlug, schritt er ein. Und der Rest ist Geschichte.
Die Behörden ließen Majd zwischenzeitlich laufen, nachdem sich die US-Botschaft eingeschaltet hatte, nahmen sie ihn wieder fest.
Die Syrer müssen sich nun vorm Landgericht unter anderem wegen gefährlicher bzw. schwerer Körperverletzung verantworten. Weil Ismail zum Tatzeitpunkt 20 Jahre alt war, wird der Prozess vor der Jugendkammer eröffnet.
Der mutmaßliche Schlitzer schweige bislang, Majd zeige sich teilweise geständig. Wie genau sich alles zutrug, muss nun das Gericht klären. Einem unbestätigten Medienbericht zufolge soll der Prozess noch im Winter (also bis Ende März) beginnen.
Erstmeldung von 10.47 Uhr, zuletzt aktualisiert um 17.54 Uhr