Strafe für Sushi-Wirt: So schleuste er das Geld am Finanzamt vorbei

Dresden - Mit Maki, Nigiri und Co. verdiente Viet Ha T. (39) knapp 750.000 Euro am Fiskus vorbei. Am Donnerstag bekam er dafür die Quittung vom Landgericht: Ein Jahr und acht Monate gab es für 16-fache Steuerhinterziehung und 939 Fälschungen technischer Aufzeichnungen in seinen beiden Dresdner Sushi-Restaurants.

Viet Ha T. (39) schob eine Dreiviertelmillion Euro am Finanzamt vorbei.
Viet Ha T. (39) schob eine Dreiviertelmillion Euro am Finanzamt vorbei.  © Steffen Füssel

"Ich wünsche mir nur, dass ich wieder ein normales Leben habe. Ich bereue es sehr, den Fehler gemacht zu haben. Mein Leben lang", sagte der Vietnamese noch vorm Urteil. So reuig zeigte er sich im ganzen Prozess, ließ tief in sein Leben blicken.

Als Kellner gestartet, fiel er früh als engagierter Mitarbeiter auf. Mit nur 27 Jahren sollte er die Leitung des "Sushi Running" übernehmen.

Allerdings nach den Bedingungen des alten Chefs. Der hatte dort Kassen verbaut, die Belege rückstandslos verschwinden lassen konnten. "Bescheißen tut eh jeder", habe er sich gedacht. Als dann noch seine Frau mit besagtem Chef durchbrannte, war sein kaufmännisches Feuer endgültig entfacht.

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Ab der Razzia im September 2018 gestand der Sushi-Wirt alles, zahlte sofort 50.000 Euro, insgesamt schon 186.000 Euro Wiedergutmachung, half bei der Aufklärung, kündigte seine Jobs.

Das alles floss ins Urteil: Die Strafe wurde auf zwei Jahre Bewährung ausgesetzt.

Titelfoto: Steffen Füssel

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