Haus-Einbrecher war scharf auf Goldbarren und Schmuck: Mehr als eine Viertelmillion Beute!

Dresden - Als Marin M. (28) im März beim Klauen einer Jacke erwischt wurde, ahnten die Beamten wohl nicht, welcher Fisch ihnen da ins Netz gegangen war. Die Ermittlungen ergaben, dass der Moldauer in Dresden und Umgebung in neun Einfamilienhäuser eingestiegen war, Schmuck und Bargeld im Wert von 260.000 Euro geklaut hatte. Jetzt ist Prozess am Landgericht Dresden.

Marin M. (28) soll in neun Häuser in Dresden eingestiegen sein.
Marin M. (28) soll in neun Häuser in Dresden eingestiegen sein.  © Peter Schulze

"Wir gehen davon aus, dass das Haus vorher ausgekundschaftet wurde", so ein Polizist, der an einem Tatort in Freital ermittelte.

Das Paar war nur drei Stunden außer Haus. In der Zeit stiegen die Täter ein, durchwühlten rabiat die Räume und sackten Schmuck, Bargeld und Goldbarren für gut 125.000 Euro ein.

Immerhin: Marin hinterließ eine DNA-Spur.

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Ein anderer Hausbesitzer (70) erfuhr vom Einbruch im Urlaub.

Der Nachbarin waren "verschobene" Rollos aufgefallen. "Das wurde vorher ausspioniert. Da bin ich mir sicher", so der Eigentümer, dem Schmuck und Bargeld in Höhe von 107.000 Euro abhanden kamen.

Zimperlich waren die Täter auch nicht, entsprechend hoch die Sachschäden.

Da wurden Fenster zertrümmert, Terrassentüren regelrecht entglast, in Bannewitz sogar Dachschindeln abgenommen, um übers Dach einsteigen zu können.

Marins Anwalt erklärte, sein Mandant würde möglicherweise die Taten einräumen. Aber ohne Nennung von Mittätern. Er habe Angst. Marin sagte, er sei im März nur zu Besuch in Dresden gewesen. Eigentlich wohnt er derzeit in Prag. Aber wo, könne er nicht genau sagen. Urteil folgt.

Titelfoto: Peter Schulze

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