Hier kommt Kurt - vor Gericht! Däne probierte sich erfolglos als Pistolenräuber
Dresden - Schock im Weihnachtsgeschäft. Im Advent überfiel Kurt W. (53) laut Anklage in der Dresdner City gleich zwei Läden. Zum Glück wurde der Däne sofort von der Polizei geschnappt. Nun ist Prozess am Landgericht Dresden. Der Industriekaufmann, der ein psychisches Problem hat, soll eingewiesen werden.
In einem Bekleidungsgeschäft an der Prager Straße zog Kurt im Dezember mittags plötzliche eine täuschend echt aussehende Schreckschusswaffe und brüllte: "Überfall! Geld her!"
Die Verkäuferin konterte aber, dass sie gar keinen Zugriff auf das Bargeld in der Kasse hätte. Tatsächlich trollte sich der Räuber.
Doch nur um wenig später in einem benachbarten Schnellrestaurant erneut die Umarex Browning zu ziehen. Diesmal übergab der verängstigte Kassierer dem Täter 315 Euro. Weit kam Kurt damit nicht.
Inzwischen fahndete bereits die alarmierte Polizei entlang der Einkaufsstraße nach dem Mann mit der Waffe. Und als der Räuber mit Knarre und Kohle aus dem Restaurant kam, klickten davor sofort Handschellen.
Wegen einer Persönlichkeitsstörung wurde Kurt vorläufig in einer Klinik untergebracht. Jetzt soll er dauerhaft eingewiesen werden. Zum Prozess wurde er zwar von Betreuern gebracht, aber in Hand- und Fußfesseln. Er kündigte bereits an, sich zu den Vorfällen zu äußern. Das Urteil soll Mitte Juni fallen.
Titelfoto: Steve Schuster
