Dresden - In Dresden bekam er Bewährung. Aber die nächsten Jahre bleibt Kreshnik C. (37) hinter Gittern. In Griechenland muss der Albaner noch 15 Jahre wegen Mordes absitzen. Das Landgericht verurteilte den einstigen Großdealer aus der Neustadt jetzt milde, obwohl er mit über 200 Kilo Rauschgift handelte.
"Es war ein besonderes Verfahren", erklärte der Richter. Denn viele Jahre war Kreshnik, der seinerzeit überwacht wurde, dessen Telefon sogar abgehört wurde, untergetaucht.
Erst kürzlich hatte ihn das LKA im Knast von Griechenland aufgespürt, wo er seit 2020 wegen Mordes sitzt. Ende November wurde er für den Drogenprozess in Dresden überstellt.
Hier gestand er, zwischen 2012 und 2014 für andere Großabnehmer Marihuana und Cannabis im Kilobereich über Albanien organisiert zu haben.
Zwar wurde eine Lieferung von 42 Kilo an der Grenze zu Ungarn abgefangen, aber der ganze "Rest" kam in der Neustadt an.
Das Geständnis, das blütenweiße (deutsche) Strafregister und der lange Zeitablauf sorgten dafür, dass Kreshnik "nur" zu einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt und die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde. Allerdings wird er nun zurück nach Griechenland gebracht, um dort weiter wegen Mordes einzusitzen.