Kinder missbraucht und gefilmt: Teufel von Heidenau legt Geständnis ab

Dresden - Der Prozess gegen Daniel H. (54) am Landgericht Dresden: Der Fassadenbauer missbrauchte laut Anklage drei Nachbarskinder, sedierte sie dafür sogar. Im Gericht berichtete jetzt die Mutter (45) eines Opfers, dass der Heidenauer ihre Tochter massiv bedroht habe, falls sie ihn verraten würde. Die Elfjährige hatte sich zum Glück der Mutter offenbart und Daniel so zur Strecke gebracht.

Daniel H. (54) gestand im Gericht die meisten der ihm vorgeworfenen Taten.
Daniel H. (54) gestand im Gericht die meisten der ihm vorgeworfenen Taten.  © Steve Schuster

Der Angeklagte hatte seiner Nachbarin einst angeboten, der Tochter (damals 9) Nachhilfe zu geben. Ab und an durfte das Mädchen bei ihm und seiner damaligen Frau übernachten.

"Dann wollte sie nicht mehr hin. Ich hab mir anfangs nichts dabei gedacht", so die Mutter, die mit ihrer Familie Ende 2024 wegzog. Nur drei Tage später offenbarte sich ihre Tochter, brachte die Ermittlungen ins Rollen.

Vorher habe die Tochter sich nicht getraut. Daniel habe das Kind mit einer Hundeleine geschlagen. "Ich schlage dich tot, wenn du was sagst", zitierte ihn die Mutter.

Anklage gegen Angreifer aus Linie 7 erhoben: Jetzt kommt raus, wen John Rudat beschützt hat
Gerichtsprozesse Dresden Anklage gegen Angreifer aus Linie 7 erhoben: Jetzt kommt raus, wen John Rudat beschützt hat

Auch die Oma (69) des Mädchens berichtete, ihre Enkelin hätte später erzählt, Daniel habe gedroht, "ihr ganz doll wehzutun, wenn sie anderen was davon erzählt".

Bei den Ermittlungen stieß die Polizei auf zwei weitere Opfer. Auch diese Kinder (damals 6 und 16) wurden demnach sediert. Die meisten seiner fast 40 Taten nahm Daniel mit dem Handy auf.

Im April 2025 rückte die Polizei zur Razzia in die Wohnung von Daniel in Heidenau an. Dabei wurden neben Tatfotos auch Kinderporno-Dateien sichergestellt.
Im April 2025 rückte die Polizei zur Razzia in die Wohnung von Daniel in Heidenau an. Dabei wurden neben Tatfotos auch Kinderporno-Dateien sichergestellt.  © Daniel Förster

Im Gericht legte Daniel ein Geständnis ab. Allerdings bestritt er die Attacke mit der Hundeleine und "legte Wert auf die Feststellung", dass er eines der Opfer nie sedierte. Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Bildmontage: Daniel Förster, Steve Schuster

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Dresden: