Neuer Prozess gegen "Biggest Loser" - weil's jetzt richtig dicke kommen kann

Dresden - Prozess geplatzt! Weil eine Sicherungsverwahrung für den mutmaßlichen Vergewaltiger Pierre K. (37) immer wahrscheinlicher wird, setzte der Richter am Dienstag die Verhandlung aus. Ende Juli soll der Prozess dann von vorn beginnen.

Pierre K. (37) droht die Sicherungsverwahrung.  © Peter Schulze

Nachdem zu den ursprünglich 172 Anklagepunkten - darunter dutzendfacher schwerer sexueller Missbrauch von Kindern - noch zwei Vergewaltigungsanklagen hinzukamen, muss nun ein Gutachter der Verhandlung beiwohnen. Das ist Vorschrift. Denn: Dem einstigen Trash-TV-Promi droht die Sicherungsverwahrung.

Zudem kommt auch ein Drogenentzug infrage. Beides benötigt die Expertise eines Fachmanns.

"Er könnte 2018 schon eine schwere Vergewaltigung begangen haben", erklärt dazu der Richter. "Das spräche für ein über sieben Jahre langfristiges und gefestigtes Verhaltensmuster."

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Sollte das als Hang zu diesen Straftaten diagnostiziert werden, müsste Pierre K. nach Absitzen seiner Strafe in Sicherungsverwahrung.

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Pierre wurde durch die SAT.1-Show "The Biggest Loser" bekannt

In der TV-Show "The biggest loser" wurde der Dresdner bekannt.  © SAT1

Der Gutachter ist allerdings erst ab Juli wieder verfügbar, eine Pause bis dahin wäre unzulässig, also muss es dann noch mal von vorn losgehen.

Pierre K. wurde 2013 bekannt, als er in der SAT.1-Show "The Biggest Loser" 70 Kilo abspeckte, anschließend bei "Schwer verliebt" erst eine Frau suchte, sich aber während der Sendung als schwul outete.

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