Opfer lebenslang gezeichnet: Anklage gegen Angreifer aus Linie 7 erhoben

Dresden - Es war ein Schock-Vorfall im Sommer vergangenen Jahres: An einem Wochenende ist der Amerikaner John Rudat (21) in einer Dresdner Straßenbahn beim Versuch, zwei jungen Frauen zu helfen, brutal attackiert worden. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Täter erhoben.

In einer Straßenbahn der Linie 7 kam es im August zu einem erschreckenden Angriff. Nun steht die Anklage gegen zwei Syrer (beide 21).  © xcitepress/florian varga

Einem beschuldigten Syrer (21) wird vorgeworfen, am 24. August kurz nach Mitternacht bei der Fahrt mit der Linie 7 in Höhe Neustädter Markt auf den Geschädigten eingeschlagen und ihn dabei im Gesicht verletzt zu haben.

Ein weiterer Syrer (ebenfalls 21) soll anschließend mit einem Messer auf Rudat losgegangen und ihm eine tiefe sowie stark blutende Schnittverletzung an Lippe, Nase und Mund zugefügt haben.

Das Opfer musste drei Tage lang im Krankenhaus behandelt und operiert werden. Die Narben an Lippe und Nase werden dauerhaft sichtbar bleiben, so die Staatsanwaltschaft.

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Opfer John Rudat (21) wird lebenslang gezeichnet sein.  © Steffen Füssel

Beide Tatverdächtige sind vorbestraft

Gegen den Messer-Angreifer bestehe daher der Verdacht der schweren und gegen den anderen Beschuldigten der Verdacht der gefährlichen Körperverletzung.

Beiden Männern würden zudem noch einige weitere Straftaten zur Last gelegt, unter anderem mehrere (teilweise gefährliche) Körperverletzungen. Einer der Täter soll auch einen besonders schweren räuberischen Diebstahl begangen haben.

Die 21-Jährigen sind geringfügig vorbestraft und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Ein Beschuldigter ist teilweise geständig. Sein damaliger Begleiter hat bislang keine Angaben gemacht.

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