Prozess gegen mutmaßliche Killerwitwe: Jetzt soll Manager von "Electra" aussagen

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Dresden - Der Prozess gegen die mutmaßliche Killerwitwe am Landgericht Dresden dauert an. Ramona B. (53) soll ihren Ehemann, Anwalt Peter B. (†76), überfahren haben, um ans Millionenerbe zu kommen.

Ramona B. (53) überfuhr laut Anklage ihren Ehemann aus Habgier.
Ramona B. (53) überfuhr laut Anklage ihren Ehemann aus Habgier.  © Steve Schuster

Mit auf der Anklagebank sitzt Hausmeister Claus T. (76). Er besorgte ihr das Tatauto, einen GLK, will aber von ihren Mordplänen nichts gewusst haben.

Seit der Tat im September 2024 beteuert der Hausmeister, von Ramona ausgenutzt worden zu sein. Seine Verteidiger fordern nun einen Zeugen aus dem Showbiz, um zu beweisen, dass ihr Mandant gutmütig ist.

Die Verteidiger wollen den einstigen Manager der DDR-Band "Electra" hören. "Unser Mandant war im Rahmen einer Nebentätigkeit ab 1984 für diese Band Fahrer und Lichttechniker", argumentiert seine Anwältin.

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Überdies betreute der Manager auch den Dresdner Opern-Star Gunther Emmerlich (†79) bis zu dessen Tod im Jahr 2023. "Auch für ihn und dessen Semper-House-Band war unser Mandant mehrfach Fahrer."

Der Manager würde bezeugen, dass es nie Beschwerden oder Streitigkeiten gab, Claus immer freundlich und hilfsbereit war. Seine Gutmütigkeit sei manchmal sogar belächelt worden. Die Anwälte sehen darin einen weiteren Beweis, dass Claus von Ramona mit der dringenden Bitte, ein Auto für eine "illegale Treibjagd" zu organisieren, regelrecht überrumpelt wurde.

Claus T. (77) soll für den Mord das Tatfahrzeug besorgt haben.
Claus T. (77) soll für den Mord das Tatfahrzeug besorgt haben.  © Steve Schuster
Electra begeisterte seinerzeit mit Titeln wie "Tritt ein in den Dom".
Electra begeisterte seinerzeit mit Titeln wie "Tritt ein in den Dom".  © dpa-Zentralbild

Die Verteidigung von Ramona verwies nochmals auf Vermögensermittlungen. Demnach hatte Ramona (privat und über ihre Stiftungen) mehr als 20 Konten, gut 20 Grundstücke, zwei Luxus-Autos. Sie hatte Zugriff auf die Millionen-Konten ihres Mannes. Es habe keinerlei Anlass bestanden, den Gatten aus Habgier zu ermorden. Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Montage: Steve Schuster, dpa-Zentralbild

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