Wohnmobil-Klau auf Bestellung: Prozess-Auftakt gegen Diebesbande

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Dresden - Sie schlugen innerhalb von sechs Wochen gleich siebenmal zu, doch dann klickten Handschellen. Kryzstof L. (33) und Pawel K. (25) klauten in Dresden und Umgebung laut Anklage im großen Stil Transporter und Wohnmobile. Dann griff die europäische Zusammenarbeit: Informiert von der sächsischen Polizei schnappten tschechische Fahnder die beiden Polen. Nun ist Prozess am Landgericht.

Pawel K. (25, l.) wurde von der tschechischen Polizei gestoppt. Krzystof L. (33, r.) stand bei den nun angeklagten Taten unter Bewährung.
Pawel K. (25, l.) wurde von der tschechischen Polizei gestoppt. Krzystof L. (33, r.) stand bei den nun angeklagten Taten unter Bewährung.  © Montage: Norbert Neumann (2)

Zwischen Ende August und Anfang Oktober 2025 verschwanden in Radebeul und Dresden nachts Transporter (Fiat oder Renault) sowie ein Wohnmobil für insgesamt gut 230.000 Euro.

An einem Wohnwagen scheiterten die Langfinger, die laut Anklage für eine größere Bande auf Bestellung klauten, um die Autos in Polen zu verwerten.

Dann wurde in der Dunkelheit in Pieschen ein Renault geklaut. Doch der Diebstahl wurde schnell bemerkt. Sofort begann die Fahndung, und die Polizei informierte "umliegende" Dienststellen von Bayern bis Tschechien darüber.

Zog dieser Dieb klauend durch ein Dresdner Pflegeheim?
Gerichtsprozesse Dresden Zog dieser Dieb klauend durch ein Dresdner Pflegeheim?

Und tatsächlich: Der Renault ging den Beamten in Tschechien wenig später ins Netz.

Am Steuer saß ein weiterer mutmaßlicher Dieb. Kryzstof und Pawel wurden im "Begleitfahrzeug" gestellt. Sie kamen hinter Gitter und wurden dann nach Sachsen ausgeliefert. Zu den Vorwürfen schweigen sie.

Nun will das Gericht die Autobesitzer und die Ermittler der Soko Kfz dazu hören. Das Urteil soll im Juli fallen.

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann (2)

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