Schreckenstat an Haltestelle: Ex-Medizinstudent attackiert Mutter, Baby und Rentnerin
Dresden - Die Tat dauerte nur wenige Minuten. Aber die Folgen sind enorm: Die Opfer, die Yousef Abu Z. (32) im November 2025 attackierte, sind noch immer traumatisiert. Und dem Syrer droht nun die dauerhafte Einweisung in die Psychiatrie. Das Landgericht Dresden muss über die Antragsschrift gegen den einstigen Medizinstudenten entscheiden.
Yousef Abu war "im Zustand der Schuldunfähigkeit", so die Staatsanwältin, an jenem Vormittag an der Haltestelle Alttrachau völlig ausgerastet.
"Die Bahn fuhr ein, er rannte zu der jungen Frau mit dem Baby und stieß sie in Richtung Bahn", berichtete eine Zeugin (68). Sie sah, wie die Mutter mit Kind stürzte. "Ich wollte ihr aufhelfen. Da schlug er mir ins Gesicht. Mehr weiß ich nicht mehr."
Die Frau war zu Boden gegangen und Yousef Abu trat ihr auch noch mehrfach gegen den Kopf. Später war der Schuhabdruck in ihrem Gesicht erkennbar. Die Rentnerin erlitt einen doppelten Kiefer- und Nasenbruch, verlor einen Zahn.
"Seither habe ich an jeder Haltestelle Angst. Ich meide die Innenstadt, bin immer auf der Hut", berichtete sie weinend.
Auch Mutter (20) und Kind (damals acht Monate) mussten ins Krankenhaus zur Überwachung. "Ich war nach dem Schlag mit der Nase gegen den Kopf meines Sohnes gekracht", so die junge Mama. "Er hatte eine mächtige Beule." Immerhin wurde sie vom Bahnfahrer in dessen Kabine in Sicherheit gebracht.
Yousef Abu leidet laut Gutachter an Schizophrenie
Yousef Abu dagegen hielt auf der Straße auch noch ein Auto an, trat mehrfach gegen die Karosse (Schaden: gut 2000 Euro) und schlug auch der Fahrerin (65) ins Gesicht. Dabei lehnte er sich so massiv ins Auto, dass ein weiterer Zeuge (37) ihn regelrecht aus dem Fenster zurückziehen musste.
Prompt bezog auch er Mann Prügel. Zufällig anwesende Politessen überwältigten den Syrer letztlich, hielten ihn fest, bis die Polizei kam.
Ein Beamter erklärte: "Er sprach ununterbrochen Arabisch, ohne Punkt und Komma. Er war wie im Tunnel. Und immer wieder rief er 'Allahu Akbar'." Auch Yousef Abu kam in die Klinik. Erst dort, so der Polizist, sei der Angreifer "wieder zu sich gekommen".
Laut Gutachter leidet Yousef Abu an Schizophrenie, ist daher schuldunfähig. Der Angeklagte ließ über seine Verteidiger wissen, dass er sich entschuldigt, aber keine Erinnerungen hat. Seine Schwester erzählt dem Gericht, ihr Bruder, der in Deutschland eigentlich weiter Medizin studieren wollte, habe seit einigen Jahren Medikamente genommen. Doch die machten ihn müde.
"Er hat hier in einer Apotheke gelernt", so die Schwester. Um nicht zu müde zum Arbeiten zu sein, nahm er die Medizin nicht mehr. Ein fataler Fehler. Urteil folgt.
Titelfoto: Bildmontage: Picxell, Privat

