"Teufel von Heidenau": Für den Missbrauch betäubte er das Kind mit Chloroform

Dresden - Für viele war er der freundliche Nachbar. Doch Fassadenbauer Daniel H. (54) missbrauchte laut Anklage drei Kinder aus der Nachbarschaft.

Im Prozess gegen Daniel H. (54) referierten jetzt die Gerichtsmedizinerin und eine Expertin für Toxikologie zu dem Lösungsmittel was der Täter verwendete.  © Steve Schuster

Später bedrohte er sie, damit sie nichts verraten. Für seine Taten sedierte der "Teufel von Heidenau" die Opfer! Und filmte zahlreiche Vorfälle. Die Gerichtsmedizinerin wertete eines der Videos aus.

Sie erstattete dem Landgericht Dresden jetzt im Prozess einen erschütternden Bericht! Die Gerichtsmedizinerin wertete ein fast 20-minütiges Missbrauchsvideo aus, das bei Daniel gefunden worden war.

Es zeigt den massiven Missbrauch einer Sechsjährigen, die eine Atemmaske trägt, sediert wurde. "Es ist von einem tiefen Koma auszugehen, in dem sich das Kind befand", beurteilte die Ärztin.

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Das LKA fand heraus, dass der Täter Chloroform nutzte. Immer wieder sei auf dem Video zu sehen, wie das Lösungsmittel über die Atemmaske verabreicht wurde.

"Dabei ist die Dosis weder steuerbar noch kontrollierbar", so die Ärztin, die erklärte, dass Chloroform in der Medizin verboten ist, "weil es so gefährlich ist".

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Chloroform wird in der Medizin nicht mehr eingesetzt, weil es Nieren- und Leberschäden verursacht und Krebs auslösen kann. (Symbolfoto)  © IMAGO/Pond5 Images

Das Resümee der Medizinerin: "Das Opfer wurde potenziell in die Gefahr des Todes gebracht, vor allem bei dieser Anwendung von Narkosegas." Dass das Kind nicht starb, sei "nur schicksalhaft". Urteil folgt.

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