Dresden - Er hörte Stimmen und überfiel deshalb, wenn auch erfolglos, zwei Geschäfte in der Dresdner Innenstadt. Nun wies das Landgericht den Dänen Kurt W. (53) in eine psychiatrische Klinik ein.
"Ich brauche Hilfe, ich will behandelt werden", erklärte der bisher nicht vorbestrafte Kurt im Prozess. Zuvor hatte er gestanden, in der Vorweihnachtszeit 2025 in Dresden in zwei Läden in der City gestürmt zu sein.
Mit einer ungeladenen Schreckschusswaffe war er erst in einem Bekleidungsgeschäft aufgekreuzt, rief "Überfall! Geld her!", blitzte aber an der energischen Verkäuferin ab.
Nur wenig später zog er in einem nahen Schnellrestaurant erneut die Umarex Browning. Dort bekam der Räuber 315 Euro.
Aber erstens suchte die alarmierte Polizei schon nach ihm. Zweitens meldete eine Zeugin den zweiten Überfall. Als Kurt mit seiner Beute das Geschäft verließ, klickten Handschellen.
Laut Gutachter leidet der Angeklagte krankheitsbedingt unter Wahnvorstellungen. So hörte er bei den Taten Stimmen. Wegen verminderter Schuldfähigkeit bekam Kurt drei Jahre Haft. Allerdings wurde die Unterbringung im Maßregelvollzug angeordnet, wo er nun behandelt werden kann.