Widerlicher Missbrauch an Stieftochter: Jonny macht nach Bewährungsstrafe einfach weiter

Dresden - Die Milde des Gesetzes war für ihn nur eine Einladung zum Weitermachen! Erst im Februar vergangenen Jahres wurde Altenpfleger Jonny K. (33) wegen Übergriffen auf seine damals minderjährige Stieftochter (heute 18) zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Doch statt sich zu bessern, soll er das Mädchen nur Monate später erneut schamlos ausgenutzt haben.

Auf dem Telefon von Jonny K. (33) wurden außerdem Bilder von nackten Kindern und Jugendlichen entdeckt.  © Peter Schulze

Nach den ersten Taten nahm das Jugendamt sie aus der Freitaler Familie und brachte sie bei ihren Großeltern in einem Vorort unter. Wenig später zog auch Jonny mit seiner Frau und seinem Kind auf das Grundstück der Großeltern.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Sommer 2025 die Abwesenheit der Großeltern ausgenutzt zu haben. In der Garage soll er das Mädchen bedrängt und zu bizarren Handlungen genötigt haben.

Er soll sie überredet haben, in ein Glas zu urinieren, um selbst den Urin zu trinken. Er verlangte, von ihr angespuckt zu werden. Und es kam zum ungeschützten Geschlechtsverkehr. Ein zweites Mal soll er sie am Grundstückstor missbraucht haben.

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In einem beschlagnahmten Brief aus der Untersuchungshaft gab sich der Mann plötzlich kleinlaut.

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Er schrieb seiner Stieftochter an ihrem 18. Geburtstag: "Ich habe viel Zeit damit verbracht, mich mit allem zu befassen. Es war ein großer, schwerer Fehler. Dich trifft keine Schuld. Ich trage die Schuld, dass unsere Familie kaputtgeht. Es tut mir unfassbar leid."

Urteil folgt.

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