Zugedröhnter Dresdner landete erst im Feld - und jetzt vor Gericht

Dresden - Dickes Brett für Richter und Angeklagten: Gleich in sieben Punkten muss sich Marco H. (39) vor dem Amtsgericht Dresden verantworten.

Aus dieser Cottaer Sparkasse klaute Marco H. (39) einen Koffer mit Dokumenten.
Aus dieser Cottaer Sparkasse klaute Marco H. (39) einen Koffer mit Dokumenten.  © Peter Schulze (Bildmontage)

"Ich war neugierig", so der gelernte Einzelhandelskaufmann auf die Frage, warum er im vergangenen Dezember mit einem Stein die Vollglas-Tür der Sparkasse an der Gottfried-Keller-Straße einschlug.

Das Ganze geschah im Crystal-Rausch und mit dem Ziel, einen Koffer voller Dokumente zu klauen. Entstandener Sachschaden am Gebäude: 14.000 Euro.

Doch damit nicht genug: Nachdem er zuvor vergeblich versucht hatte, mehrere Roller zu stibitzen, wollte Marco H. im Februar auch ein noch Auto klauen. Spontan schloss er in Gorbitz einen VW Jetta (Zeitwert: 3.000 Euro) kurz.

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Wenige Tage später geriet er in eine Polizeikontrolle, lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit den Beamten. Auf einem Feld fuhr sich Marco H. fest und wurde gestellt. Die schnelle Erkenntnis der Gesetzeshüter:

Der Dieb war im Drogenrausch mit gefälschtem Kennzeichen und ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs.

Die Forderung der Staatsanwaltschaft: zwei Jahre und zehn Monate Haft für den bereits vorbestraften Dresdner.

Über den weiteren Verlauf des Verfahrens entscheidet jetzt ein Verständigungsgespräch zwischen den Parteien.

Titelfoto: Peter Schulze (Bildmontage)

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