Prozess wegen versuchten Mordes: Altenpfleger gesteht Taten

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Von Sabine Maurer

Frankfurt am Main/Bad Vilbel - Sechsmal soll ein Altenpfleger dementen Bewohnern ohne medizinische Notwendigkeit Insulin verabreicht haben. Was laut Anklage danach geschah und warum die Vorwürfe unterschiedlich schwer wiegen.

Ohne medizinische Notwendigkeit spritzte ein Altenpfleger Patienten Insulin und brachte sie damit in akute Lebensgefahr. (Symbolfoto)
Ohne medizinische Notwendigkeit spritzte ein Altenpfleger Patienten Insulin und brachte sie damit in akute Lebensgefahr. (Symbolfoto)  © Bernd Thissen/dpa

Ein Altenpfleger hat im Prozess gegen ihn wegen des Verdachts des versuchten Mordes die angeklagten Taten gestanden. "Ich übernehme für mein Verhalten die Verantwortung", las der Rechtsanwalt des 39-Jährigen im Frankfurter Landgericht eine vorbereitete Erklärung vor.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, von Juli bis September 2025 in einem Seniorenheim in Bad Vilbel (Wetteraukreis) sechsmal dementen Bewohnern ohne medizinische Notwendigkeit Insulin gespritzt zu haben.

Dies soll bei den allesamt über 80 Jahre alten Menschen zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels geführt haben. Ihr Zustand soll zum Teil lebensbedrohlich gewesen sein.

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In vier Fällen soll der Deutsche nach der Gabe von Insulin selbst den Notruf gewählt haben, daher wirft ihm die Staatsanwaltschaft hier gefährliche Körperverletzung vor.

In zwei weiteren Fällen, in denen er das nicht tat, steht neben der gefährlichen Körperverletzung auch der Vorwurf des versuchten heimtückischen Mordes im Raum.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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