Mann lockt Ehefrau nach Trennung in Wohnung und tötet sie mit Küchenmesser

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Von Nicole Schippers

Kassel - Weil er seine von ihm getrennt lebende Frau mit mindestens sechs Messerstichen getötet hat, ist ein 47-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Aus Besitzdenken und Eifersucht habe der 47-Jährige seine Frau ermordet, befand das Gericht.
Aus Besitzdenken und Eifersucht habe der 47-Jährige seine Frau ermordet, befand das Gericht.  © Nicole Schippers

Das Landgericht Kassel sprach den Mann des Mordes schuldig. Er habe aus Besitzdenken und Eifersucht gehandelt, sagte der Vorsitzende Richter. "Die Entscheidung der Geschädigten, künftig ein selbstbestimmtes Leben ohne ihn zu führen, wollte der Angeklagte nicht akzeptieren."

Der Mann habe auf die Trennung mit ausgeprägter Eifersucht und Besitzdenken reagiert und sei davon ausgegangen, dass seine Frau eine Beziehung zu einem anderen Mann aufgenommen habe.

"Aus der Vorstellung heraus, dass er die Geschädigte nicht haben könne, sie auch kein anderer haben dürfe, entschloss er sich dazu, sie zu töten", so der Richter.

Mit Küchenmesser mehrfach auf Opfer eingestochen

Das Landgericht hat den Mann jetzt zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Das Landgericht hat den Mann jetzt zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.  © Swen Pförtner/dpa

Das Paar war seit 2022 verheiratet. Am 2. Juli 2025 teilte die Frau ihrem Mann den Ermittlungen zufolge mit, dass sie sich endgültig von ihm trennen wolle.

Die 41-Jährige hatte demnach erfahren, dass ihr Mann sich auf diversen kostenpflichtigen Datingseiten angemeldet hatte. 

Nach den Feststellungen des Gerichts lockte der Angeklagte seine Frau am 7. Juli 2025 unter einem Vorwand in seine Wohnung. Weil er ins Krankenhaus müsse, solle sie sich um seinen Hund kümmern.

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Dort stach der 47-Jährige mindestens sechsmal mit einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von etwa 20 Zentimetern auf den Hals- und Brustbereich der Frau ein.

Die 41-Jährige starb an den Verletzungen. Der Angeklagte hatte die Tat zum Prozessbeginn gestanden. In seinem letzten Wort vor Gericht sagte er: "Es tut mir unendlich leid."

Titelfoto: Bild-Montage: Swen Pförtner/dpa, Nicole Schippers/dpa

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