Nach Radlader-Amokfahrt in Nordhessen: 29-Jähriger zu langer Haftstrafe verurteilt

Von Michael Bauer

Marburg/Burgwald-Ernsthausen - Nach einer folgenreichen Fahrt im nordhessischen Burgwald-Ernsthausen muss ein Mann für sieben Jahre ins Gefängnis. Das Gericht sieht großen seelischen Schaden bei den Opfern.

Mit einem Radlader fuhr der 29-Jährige unter anderem auf einer Bundesstraße mehrfach in den Gegenverkehr. (Symbolbild)  © 123RF/dragunov

Weil er betrunken mit einem Radlader auf mehrere Fahrzeuge losgefahren ist, hat das Landgericht Marburg einen 29-jährigen Mann wegen versuchten Mordes zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Das Gericht folgte damit den Anträgen der Staatsanwaltschaft.

Der Angeklagte hatte nach den Feststellungen der Kammer im vergangenen Jahr an Christi Himmelfahrt nach erheblichem Alkoholkonsum aus Wut und Frust das Baufahrzeug aus dem Betrieb seiner Eltern entwendet.

Damit sei er auf einer Bundesstraße im Landkreis Waldeck-Frankenberg immer wieder vorsätzlich in den Gegenverkehr gefahren und habe dabei gezielt arglose Kraftfahrer angegriffen.

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Glücklicherweise sei bei dem Vorfall niemand zu Tode gekommen, erklärte das Gericht weiter.

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Wenngleich die körperlichen Verletzungen der Opfer sich in Grenzen hielten, sei der seelische Schaden groß und die Opfer würden voraussichtlich noch viele Jahre mit diesen Folgen leben müssen, urteilte das Gericht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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