Von Nicole Schippers
Kassel - Der Vorwurf ist schrecklich und wiegt schwer: Weil er nach einem Streit seinen Stiefvater getötet haben soll, muss sich ein 33 Jahre alter Mann seit Montag vor dem Landgericht Kassel verantworten.
Dies bestätigte ein Sprecher des Gerichts. In dem Sicherungsverfahren wird dem Mann, der vorläufig in einer forensischen Psychiatrie untergebracht ist, den Angaben zufolge Totschlag vorgeworfen.
Der Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft Mitte Juli vergangenen Jahres mit seinem Stiefvater im Außenbereich des gemeinsamen Wohnhauses im Werra-Meißner-Kreis in Streit geraten sein.
In dessen Verlauf soll der 33-Jährige zunächst auf das Opfer eingeschlagen und -getreten haben.
Schließlich soll er mit einem Küchenmesser auf den Mann mehrfach eingestochen haben. Das Opfer starb laut Anklage am Tatort an den Verletzungen.
Der Beschuldigte leidet nach Angaben der Staatsanwaltschaft an einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung. Es bestehe deshalb der Verdacht, dass er die Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen hat.
Voraussetzungen für Unterbringung in psychiatrischem Krankenhaus gegeben?
Die 10. Große Strafkammer des Kasseler Landgerichts habe deshalb zu prüfen, ob die entsprechenden Voraussetzungen dafür vorliegen, den Mann in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen, hieß es.
In dem Verfahren sind bis zum 22. April zunächst drei weitere Verhandlungstermine anberaumt.