Nach Femizid in Leipzig: Nick W. akzeptiert das Urteil nicht

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Von André Jahnke

Leipzig - Eine tödliche Messerattacke in Leipzig beschäftigt weiter die Justiz. Der wegen Mordes und schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilte 37-jährige Nick W. hat Revision eingelegt, wie ein Sprecher des Landgerichts Leipzig mitteilte. Mit dem Fall muss sich nun der Bundesgerichtshof beschäftigen.

Nick W. (37) akzeptiert das Urteil gegen ihn nicht. (Archivfoto)
Nick W. (37) akzeptiert das Urteil gegen ihn nicht. (Archivfoto)  © Ralf Seegers

Nach Überzeugung der Richter hatte der Mann seine ehemalige Lebensgefährtin (†42) erstochen und den gemeinsamen Sohn mit zahlreichen Messerstichen lebensgefährlich verletzt.

Die Schwurgerichtskammer hatte eine besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber nahezu ausgeschlossen.

Mit dem Strafmaß entsprach das Gericht den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren wegen Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen gefordert.

Prozess wegen versuchten Mordes: So knallhart bekriegen sich Leipzigs Drogen-Clans
Gerichtsprozesse Leipzig Prozess wegen versuchten Mordes: So knallhart bekriegen sich Leipzigs Drogen-Clans

Der 37-jährige Deutsche war laut Gericht im August vergangenen Jahres unter Alkoholeinfluss gewaltsam in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin eingedrungen. Im Eingangsbereich der Wohnung habe er mit seiner Ex-Partnerin diskutiert und ihr dann mit einem zehn Zentimeter langen Messer in den Bauch gestochen. Die Frau sei daraufhin aus Panik aus dem Fenster des Kinderzimmers gesprungen. 

Susann K. (†42) starb, nachdem ihr ein Messer in den Bauch gestoßen wurde.
Susann K. (†42) starb, nachdem ihr ein Messer in den Bauch gestoßen wurde.  © Bildmontage: Alexander Bischoff; privat

In dem Zimmer habe der Mann dann 14-mal auf den gemeinsamen Sohn eingestochen. Der lebensgefährlich verletzte Zehnjährige überlebte dank einer Notoperation. Die Mutter erlag der Stichverletzung im Krankenhaus. Der Mann war noch am Tatort festgenommen worden.

Titelfoto: Bildmontage: privat; Ralf Seegers

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Leipzig: